«Geheimste Bank der Welt» - «Im Google-Ranking tauchen wir noch vor Roger Federer auf»
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«Geheimste Bank der Welt»«Im Google-Ranking tauchen wir noch vor Roger Federer auf»

Im Oktober öffnet die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) anlässlich einer Jubiläumssaustellung ihre Tore für die Öffentlichkeit und erklärt, was im «Turm zu Basel» wirklich passiert.

von
Alexia Mohanadas
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Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) öffnet ihre Tore. Damit feiert sie ihr 90-jähriges Bestehen – pandemiebedingt mit einem Jahr Verzögerung.

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) öffnet ihre Tore. Damit feiert sie ihr 90-jähriges Bestehen – pandemiebedingt mit einem Jahr Verzögerung.

20min/Lukas Hausendorf
Laut Carstens ist die BIZ eine Schlüssel-Institution für Zentralbanken und von immenser Bedeutung für die Regulierung des Bankenwesens. «Im Google-Ranking tauchen wir noch vor Roger Federer auf. Würde der FC Basel mehr gewinnen, könnte er uns noch überholen», so der Generaldirektor.

Laut Carstens ist die BIZ eine Schlüssel-Institution für Zentralbanken und von immenser Bedeutung für die Regulierung des Bankenwesens. «Im Google-Ranking tauchen wir noch vor Roger Federer auf. Würde der FC Basel mehr gewinnen, könnte er uns noch überholen», so der Generaldirektor.

20min/Lukas Hausendorf
Mit der Ausstellung «BIS 90 Years» werde dem Besucher und der Besucherin eine interaktive Multimediaausstellung geboten.

Mit der Ausstellung «BIS 90 Years» werde dem Besucher und der Besucherin eine interaktive Multimediaausstellung geboten.

20min/Lukas Hausendorf

Darum gehts

  • Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) öffnet ihre Tore.

  • Damit feiert sie ihr 90-jähriges Bestehen – pandemiebedingt mit einem Jahr Verzögerung.

  • Mit der Ausstellung «BIS 90 Years» werde dem Besucher und der Besucherin eine interaktive Multimediaausstellung geboten.

  • Die «Open Week» führe das Publikum auf zugängliche Weise in die Rolle der BIZ und ihre Tätigkeit ein.

«Die geheime Bank, die die Welt beherrscht» ist am Basler Bahnhof SBB zuhause. Um die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ranken sich Mythen und Verschwörungen. Im Zweiten Weltkrieg soll sie eine unrühmliche Rolle gespielt haben und Nazideutschland zu Devisen verholfen haben. Im «Turm zu Basel» wird die Geldpolitik der wichtigen Wirtschaftsmächte koordiniert und deren Währungsreserven verwaltet. Wer die Bank betritt, verlässt Schweizer Staatsgebiet.

Nun aber öffnet die älteste und einflussreichste Finanzorganisation der Welt ihre Türen für die Öffentlichkeit, wie sie am Montag mitteilte. Damit feiert sie ihr 90-jähriges Bestehen – pandemiebedingt mit einem Jahr Verzögerung. Mit der Ausstellung vom 26. Oktober bis 4. November sollen jetzt auch Personen, die nicht zum «geheimen Club» gehören, einen Einblick hinter die Kulissen bekommen dürfen. Auf drei Etagen werde dem Besucher und der Besucherin eine interaktive Multimediaausstellung geboten. Sogar der Circular Floor auf dem 18. Stockwerk, von dem aus man eine weite Panoramasicht auf die Stadt und Umgebung hat, wird zugänglich sein.

«Wir sehen euch jeden Tag von da oben, jetzt teilen wir unsere Perspektive auf die Stadt mit der Bevölkerung.»

Agustín Carstens, BIZ-Generaldirektor

«Wir sehen euch jeden Tag von da oben, jetzt teilen wir unsere Perspektive auf die Stadt mit der Bevölkerung», scherzt BIZ-Generaldirektor Agustín Carstens. Schliesslich sorgen aber nebst der Verschlossenheit auch die Sonderrechte der BIZ für ihre Unnahbarkeit. Denn seit ihrer Gründung 1930 gilt diese als internationale Organisation. Das Gelände ist somit exterritorial und nationaler Rechtsprechung enthoben. Also betritt man das Gelände, ist man auf fremdem Boden.

Die «Open Week» führe das Publikum auf zugängliche Weise in die Rolle der BIZ und ihre Tätigkeit ein und decke einige der wichtigsten Herausforderungen für Zentralenbanken ab, wie etwa die digitale Revolution im Finanzwesen. Interaktive Elemente veranschaulichen die Rolle des Geldes in unserer modernen Gesellschaft. Die Besucherinnen und Besucher könnten zudem Finanzströme um die ganze Welt in Krisenzeiten verfolgen und sich über die 63 Zentralbanken informieren, die Mitglieder der BIZ sind. «Es wird keine Ausstellung für Experten, wir versuchen uns so verständlich wie möglich zu präsentieren», betont Carstens.

«Würde der FC Basel noch mehr gewinnen, könnte er uns noch überholen»

Agustín Carstens, BIZ-Generaldirektor

Die BIZ bringe Zentralbanken aus der ganzen Welt zusammen, um sie bei ihrem Engagement für die Währungs- und Finanzstabilität zu schützen. Basel sei dabei schon von Anfang an ihr Hauptsitz gewesen und diene als zentrale Stelle für die Zusammenarbeit zwischen Zentralbanken und Entscheidungsträgern aus der ganzen Welt, erklärte Carstens.

Laut Carstens ist die BIZ eine Schlüssel-Institution für Zentralbanken und von immenser Bedeutung für die Regulierung des Bankenwesens. «Im Google-Ranking tauchen wir in Bezug auf Basel noch vor Roger Federer auf. Würde der FC Basel mehr gewinnen, könnte er uns noch überholen», so der Generaldirektor.

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