Gefahr im Tunnel - Im Gotthardtunnel kommt es immer wieder zu haarsträubenden Manövern
Publiziert

Gefahr im TunnelIm Gotthardtunnel kommt es immer wieder zu haarsträubenden Manövern

Am Donnerstag ignorierte ein Lenker im Gotthard-Strassentunnel 64 rote Ampeln und wendete kurz vor der Ausfahrt Airolo. Er ist nicht der Erste, der im Tunnel gefährlich unterwegs war.

von
Tino Limacher
1 / 5
Ein 25-jähriger Lenker fuhr am Donnerstagmorgen durch den Gotthardtunnel, der infolge eines Schwertransporters gesperrt worden war.  Dabei ignorierte er 64 rote Ampeln und wendete kurz vor der Ausfahrt Airolo. Es ist nicht das erste gefährliche Manöver im Tunnel.

Ein 25-jähriger Lenker fuhr am Donnerstagmorgen durch den Gotthardtunnel, der infolge eines Schwertransporters gesperrt worden war. Dabei ignorierte er 64 rote Ampeln und wendete kurz vor der Ausfahrt Airolo. Es ist nicht das erste gefährliche Manöver im Tunnel.

Thomas Hagnauer
Regelmässig überholen Autofahrerinnen und Autofahrer im Gotthardtunnel trotz doppelter Sicherheitslinie. 

Regelmässig überholen Autofahrerinnen und Autofahrer im Gotthardtunnel trotz doppelter Sicherheitslinie.

Kapo UR
Auch gefährliche Wendemanöver kommen immer wieder vor.

Auch gefährliche Wendemanöver kommen immer wieder vor.

Kapo Uri

Darum gehts

  • Am frühen Donnerstagmorgen fuhr ein 25-jähriger Autolenker durch den gesperrten Gotthard-Strassentunnel und wendete kurz vor der Ausfahrt Airolo.

  • Immer wieder kommt es im Gotthardtunnel zu waghalsigen Manövern. So fuhr etwa ein Deutscher mit über 200 km/h durch den Tunnel.

  • Aber auch sonst wenden und überholen Lenker im Tunnel regelmässig, trotz Gegenverkehr.

Am frühen Donnerstagmorgen fuhr ein ausländischer Fahrzeuglenker in den gesperrten Gotthard-Strassentunnel. Der 25-Jährige fuhr beinahe komplett durch den Tunnel und überfuhr 64 Rotlichter. Vor der Ausfahrt Airolo wendete er seinen Wagen und überfuhr dabei auch noch die Sicherheitslinie. Es gab keine Verletzte. Der Lenker wurde von der Staatsanwaltschaft Uri angezeigt.

«Solche waghalsigen Manöver im Gotthardtunnel gibt es zum Glück eigentlich nie, ausser heute Donnerstag», sagt Sonja Aschwanden, Kommunikationsbeauftragte Kantonspolizei Uri. Doch sie ergänzt: «Am 14. April dieses Jahres hatte sich ein ähnlicher Fall ereignet.» Ein Geisterfahrer wollte in Richtung Süden fahren, konnte aber nach mehreren 100 Metern von einem Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsunternehmens gestoppt werden. Zu diesem Zeitpunkt war der Tunnel für Unterhaltsarbeiten ebenfalls gesperrt.

Auch sonst gab es im Gotthardtunnel die eine oder andere riskante Aktion (siehe Bildstrecke). So raste etwa im Juli 2014 ein deutscher Lenker mit über 200 km/h durch den Tunnel. Dies brachte ihm 30 Monate Haft vom Kantonsgericht in Lugano ein, wovon er ein Jahr absitzen musste. Regelmässig gibt es aber auch riskante Wende- und Überholmanöver im Tunnel, trotz Gegenverkehr.

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung

38 Kommentare