Homeoffice: Arbeitnehmer kompensieren Stress

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Homeoffice«Im Homeoffice kompensiere ich den Büro-Stress der ganzen Woche»

Sind die Leute am Freitag im Homeoffice noch effizient? Das sagt die 20-Minuten-Community.

von
Christina Pirskanen
Claudia Blumer
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An Montagen und Freitagen wird gerne Homeoffice gemacht.

An Montagen und Freitagen wird gerne Homeoffice gemacht.

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20 Minuten hat bei der Community nachgefragt, ob dann auch wirklich gearbeitet wird.

20 Minuten hat bei der Community nachgefragt, ob dann auch wirklich gearbeitet wird.

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«Ich bin seit drei Jahren im Homeoffice und arbeite viel effizienter, so sehr, dass ich direkt daneben meine Playstation 5 stehen habe und manchmal aus lauter Langeweile zocke», erzählt M.S.

«Ich bin seit drei Jahren im Homeoffice und arbeite viel effizienter, so sehr, dass ich direkt daneben meine Playstation 5 stehen habe und manchmal aus lauter Langeweile zocke», erzählt M.S.

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Darum gehts

  • Am Freitag werde im Homeoffice nicht gleich effizient gearbeitet wie an anderen Wochentagen, sagt ein HR-Experte. Er vermutet, dass der Homeoffice-Freitag auch ein verlängertes Wochenende sei.

  • Antworten der 20-Minuten-Community zeigen, dass es manche im Homeoffice schon «manchmal easy» nehmen.

  • Jedoch erzählt die Mehrheit von gesteigerter Effizienz im Homeoffice.

Verlängertes Wochenende dank Homeoffice? An Montagen und Freitagen ist es vermehrt leer in den Büros und Zügen – viele Arbeitnehmende arbeiten an diesen Tagen von zu Hause aus. HR-Experte Jörg Buckmann ist unsicher, wie viel die Leute im Homeoffice tatsächlich arbeiten und wie viel davon verlängertes Wochenende ist, wenn die Homeoffice-Tage auf Montag oder Freitag fallen.

Auf einen Aufruf von 20 Minuten antworteten zahlreiche Leserinnen und Leser. Die Reaktionen zur Arbeit im Homeoffice fielen grösstenteils positiv aus – mehr Ruhe, weniger Ablenkung, bessere Effizienz und die Work-Life-Balance standen im Zentrum. Auch an Freitagen.

«Manchmal nehme ich es im Homeoffice easy»

Mehrere Leserinnen und Leser berichten, dass sie es im Homeoffice etwas ruhiger angehen – so etwa K.B. Sie schreibt, dass sie im Büro pausenlos im Dauerstress sei – daher kompensiere sie dies im Homeoffice: «Hier nehme ich mir bewusst Zeit für Pausen, in denen ich auch mal eine Dusche nehme oder meinem Freund etwas Gutes tue.»

M.S. hingegen setzte im Homeoffice auf Effizienz: «Ich bin seit drei Jahren im Homeoffice und arbeite viel effizienter, so sehr, dass ich direkt daneben meine Playstation 5 stehen habe und manchmal aus lauter Langeweile zocke.» Zudem spare er je eine Stunde Hin- und Rückweg und mache zwischendurch den Haushalt.

Auch V.T. schreibt: «Wenn ich ehrlich bin, nehme ich es im Homeoffice schon manchmal easy.» Sie stehe später auf oder mache früher Feierabend als sonst. «Das heisst aber nicht, dass ich weniger arbeite oder weniger leiste. Im Gegenteil: Im Homeoffice bin ich einfach schneller, kann mich besser konzentrieren und bin weniger abgelenkt», sagt sie. Ihre Homeoffice-Tage seien individuell, es müsse nicht Montag oder Freitag sein.

Welcher Homeoffice-Typ bist du?

«Am Montag starte ich aus dem Homeoffice sanft in die Woche»

Für viele Lesende ist das Homeoffice aber nicht in erster Linie eine Möglichkeit, um es ruhiger anzugehen: Sie könnten so vor allem dem Grossraumbüro entkommen. «Ich würde keinen Job mehr annehmen, bei dem ich nicht zwei bis drei Tage in der Woche Homeoffice machen kann», sagt etwa Carina (32). Sie könne an Homeoffice-Tagen länger schlafen, sich gesünder ernähren und am Abend bleibe genügend Zeit, um Sport zu machen, weil der Reiseweg entfällt.

«Den Montag nutze ich, um sanft in die Woche zu starten – nicht, weil ich weniger arbeite, sondern weil ich mich nicht dem Lärm im Büro oder den überbordenden Smalltalk und Lästergesprächen aussetzen muss», erzählt sie. Sie könne im Homeoffice also nebst besseren Bedingungen für fokussierte Arbeit auch ihre Nerven, die Umwelt und das Portemonnaie schonen. Mindestens einmal die Woche gehe sie jedoch gerne ins Büro – ihre Teamkolleginnen und -kollegen und den Vorgesetzten persönlich zu sehen, sei ihr wichtig.

Auch F.L. (23) sagt, dass sie zu Hause effizienter sei, als im Büro. «Sonst arbeite ich in einem Grossraumbüro und werde ständig unterbrochen», so L. Zu Hause könne sie sich völlig auf ihre Arbeit konzentrieren. Zudem sagt sie, dass der Freitag auch im Büro nicht der effizienteste Arbeitstag sei: «Diesen Tag nutzen viele, um mit den Arbeitsgspänli zu plaudern, öfter Kaffee zu holen oder länger Mittagspause zu machen.

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