Zürich: Im Hotel Suff landen mehr Auswärtige als Städter
Aktualisiert

ZürichIm Hotel Suff landen mehr Auswärtige als Städter

751 Personen wurden 2016 in die Ausnüchterungsstelle der Zürcher Stadtpolizei eingewiesen – fast zwei Drittel wohnen gar nicht in der Stadt. Am meisten los war an der Street Parade.

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Die Ausnüchterungs- und Betreuungsstelle der Zürcher Stadtpolizei ...

Die Ausnüchterungs- und Betreuungsstelle der Zürcher Stadtpolizei ...

Keystone/Steffen Schmidt
... zählte 2018 exakt 912 eingewiesene Personen.

... zählte 2018 exakt 912 eingewiesene Personen.

Keystone/Steffen Schmidt
Das sind zwar mehr als in den Jahren zuvor.

Das sind zwar mehr als in den Jahren zuvor.

Keystone/Melanie Duchene

Wer im Alkohol- respektive Drogenrausch sich oder andere gefährdet, droht in Zürich in der Zentralen Ausnüchterungsstelle (ZAB) zu landen – auch bekannt als Hotel Suff. Letztes Jahr waren es 751 Personen. Nur 37,8 Prozent davon wohnen in der Stadt Zürich – die restlichen fast zwei Drittel stammen aus dem Kanton Zürich (33,4%), anderen Kantonen (16,9%), dem Ausland (7,9%) oder haben nichts angegeben (4%).

Am meisten los war laut einem Bericht der «NZZ am Sonntag» an der Street Parade mit 18 Einweisungen. Ohnehin ist das Hotel Suff primär am Wochenende gefragt. An Montagen oder Dienstagen kommt es im Schnitt nur zu je einer Einweisung.

400 bis 600 Franken

Eingewiesene müssen für den Aufenthalt im Hotel Suff rund 400 bis 600 Franken bezahlen. Die effektiven Kosten belaufen sich aber auf das Dreifache, was die Stadt pro Jahr rund zwei Millionen Franken kostet. Das ist laut dem Bericht aber immer noch günstiger, als die Berauschten wie früher in ein Spital einzuweisen.

Die ZAB ist seit dem Jahr 2015 regulär in Betrieb an sieben Tagen die Woche. Zuvor gab es ein ähnliches Pilotprojekt. Im November 2014 sagten die Stadtzürcher Stimmberechtigten deutlich Ja zur definitiven Einführung der ZAB.

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