Aktualisiert

Im Hotel von Waldbrand überrascht

Bei heftigen Waldbränden auf Sizilien sind heute mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Sie wurden in einem Landhotel in der Ortschaft Patti bei Messina von dem Feuer überrascht, nachdem der Wind plötzlich gedreht hatte.

Auch der Besitzer des Agriturismo «Il rifugio del falco» (Der Unterschlupf des Falken) kam beim Feuer ums Leben, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Zwei Menschen wurden am Abend vermisst. Rund 20 Gäste und Angestellte seien verletzt worden. Einige von ihnen hätten schwere Verbrennungen davongetragen, hiess es.

Bei grosser Hitze und heissen Schirokko-Winden wüteten in ganz Süditalien erneut Waldbrände. Im Ferienort Cefalù auf Sizilien musste ein von den Flammen bedrohtes Spital evakuiert werden. Über dem Gebiet hingen dichte schwarze Rauchwolken. Die meisten Brände seien vorsätzlich gelegt worden, teilte der Bürgermeister mit.

Bei Palermo wurden die Menschen in einem Hotel in Sicherheit gebracht. Im Gebirge der Monti Nebrodi bildete sich eine 50 Kilometer lange Feuerwand.

Auch in den Regionen Kalabrien, Kampanien und Basilikata kämpfte der Zivilschutz mit Löschflugzeugen gegen die Flammen. In Apulien zerstörten Flammen einen Teil der Naturschutzoase Torre Guarceto.

Im Süden Italiens wüten seit Wochen heftige Brände, die zumeist auf Brandstiftung zurückgeführt werden. Elf Menschen kamen dabei bisher ums Leben. (sda)

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