«Besorgniserregende Lage» – Im Kanton Solothurn sind alle Intensivbetten belegt
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«Besorgniserregende Lage»Im Kanton Solothurn sind alle Intensivbetten belegt

Als einziger Kanton der Schweiz sind in Solothurn 100 Prozent aller IPS-Betten belegt. Auch der Anteil an Covid-Patienten ist nirgendwo sonst so hoch.

von
Lucas Orellano
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Die Solothurner Spitäler sind am Anschlag.

Die Solothurner Spitäler sind am Anschlag.

Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Sämtliche Betten sind belegt. Und wie Zahlen des BAG zeigen, zu 87,5 Prozent mit Covid-Patientinnen und -Patienten.

Sämtliche Betten sind belegt. Und wie Zahlen des BAG zeigen, zu 87,5 Prozent mit Covid-Patientinnen und -Patienten.

Christoph Soeder/dpa
In keinem anderen Kanton sind die Intensivbetten vollständig belegt und in keinem anderen Kanton ist der Covid-Anteil so hoch.

In keinem anderen Kanton sind die Intensivbetten vollständig belegt und in keinem anderen Kanton ist der Covid-Anteil so hoch.

Christoph Soeder/dpa

Darum gehts

  • Alle Intensivplätze im Kanton Solothurn sind belegt und zwar zu 87,5 Prozent mit Covid-Patienten und -Patientinnen.

  • Das ist schweizweit einzigartig.

  • Aufgrund der aktuell vollständigen Auslastung müssen nun Patientinnen und Patienten in andere Spitäler verlegt werden.

Gemäss Zahlen vom Mittwoch ist die Lage auf den Intensivstationen des Kantons Solothurn prekär: Sämtliche Betten sind belegt. Und wie Zahlen des BAG zeigen, zu 87,5 Prozent mit Covid-Patientinnen und -Patienten. Das ist schweizweit einzigartig. In keinem anderen Kanton sind die Intensivbetten vollständig belegt und in keinem anderen Kanton ist der Covid-Anteil so hoch. Am nächsten kommen Aargau (85,1 Prozent ausgelastet, 53,2 Prozent Covid), Thurgau (88,9 / 44,4) Waadt (86 / 45,2) und Zürich (89,3 / 28,1).

Gegenüber der «Solothurner Zeitung» bestätigt die Solothurner Spitäler AG (SOH), dass die Situation derzeit «angespannt» sei. Aufgrund der aktuell vollständigen Auslastung müssen nun Patientinnen und Patienten in andere Spitäler verlegt werden.

«Profitieren von der Ferienzeit»

Und: «Wir verschieben nicht dringliche Eingriffe, soweit das Risiko besteht, dass ein Patient nach einer Operation intensivmedizinische Betreuung benötigt», heisst es bei der SOH gemäss Bericht. «Ausserdem profitieren wir möglicherweise auch von der Ferienzeit, dass viele Menschen zurzeit nicht da sind oder auf einen Spitalbesuch, wenn immer möglich verzichten.»

Bei den Mitarbeitenden sei indes eine Müdigkeit zu spüren. Es sei nachvollziehbar, dass die Mitarbeitenden zum Teil auch kein Verständnis mehr haben, wenn Mitbürgerinnen und -bürger sich nicht an unabdingbare Schutzmassnahmen halten.

«Es ist davon auszugehen, dass es eine weitere Verschärfung der Massnahmen braucht», heisst es beim Kanton. Die aktuelle Lage sei besorgniserregend. Eine Forderung, die beim Bundesrat auf offene Ohren stossen könnte. Am Mittwochabend schrieb Gesundheitsminister Alain Berset auf Twitter: «Zurzeit keine weitergehenden Covid-19-Massnahmen des Bundes. Das nächste Paket mit Massnahmen – auch mit Schliessungen – ist bereit. Der Bundesrat kann rasch entscheiden, wenn genauere Daten zur Gefährlichkeit von Omikron vorliegen.»

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