Folgen des Kaukasus-Krieg: «Im Krieg würden wir eigene Produkte einsetzen»
Aktualisiert

Folgen des Kaukasus-Krieg«Im Krieg würden wir eigene Produkte einsetzen»

Überraschende Shoppingtour Russlands im Nahen Osten: Die russische Regierung hat erstmals ein Waffengeschäft mit Israel abgeschlossen und unbemannte Spionageflugzeuge im Gesamtwert von 37 Millionen Euro bestellt.

Das bestätigte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau der Zeitung «Iswestija» (Montag). Der Kauf sei auch eine Reaktion auf den Südkaukasus-Krieg im August 2008, als Georgien solche Drohnen wirkungsvoll gegen Russland eingesetzt habe, sagte ein Militärexperte dem Blatt.

Moskau hatte sich zu dem Geschäft entschlossen, obwohl Israels politische Gegner Iran und Syrien der Zusammenarbeit skeptisch gegenüberstehen. Beide Länder sind Rüstungskunden Moskaus.

Laut Vize-Verteidigungsminister Wladimir Popowkin kauft Russland die Drohnen auch zu Testzwecken. «Wir wollen unter anderem unseren einheimischen Waffenproduzenten zeigen, welche Bedürfnisse unsere Armee hat.»

Die russische Rüstungsindustrie solle sich mit der Bauweise israelischer Aufklärungsflugkörper «vertraut machen», sagte Popowkin. «In einem Krieg würden wir aber natürlich eigene Produkte einsetzen.»

Laut russischen Medien kauft das auf seine Waffen bisher so stolze Russland damit erstmals seit 1940 wieder Militärtechnik im Ausland ein. Zahlreich Duma-Abgeordnete hatten gegen die Pläne gestimmt.

(sda)

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