Basel: Verkehrsunfallstatistik der Kantonspolizei zeigt unerklärliches Muster auf

Publiziert

BaselIm Mai bleibst du am Mittwoch um 17 Uhr besser daheim

Auf Basels Strassen kam es 2022 zu weniger Unfällen als noch im Vorjahr. Ein genauer Blick auf die Unfallstatistik fördert dennoch Auffälliges zutage.

von
Jonas Gut
1 / 5
Verkehrsunfälle haben im Kanton Basel-Stadt im 2022 im Vergleich zum Vorjahr deutlich abgenommen. Dies zeigt die Jahresstatistik zu den Strassenverkehrsunfällen der Kantonspolizei. (Symbolbild)

Verkehrsunfälle haben im Kanton Basel-Stadt im 2022 im Vergleich zum Vorjahr deutlich abgenommen. Dies zeigt die Jahresstatistik zu den Strassenverkehrsunfällen der Kantonspolizei. (Symbolbild)

Kapo BS
Trotzdem wurden total über 500 Unfälle in den Gemeinden Bettingen, Riehen und Basel festgehalten. Zu den Top-Ursachen gehören missachtete Rotsignale oder Vortritte. (Symbolbild)

Trotzdem wurden total über 500 Unfälle in den Gemeinden Bettingen, Riehen und Basel festgehalten. Zu den Top-Ursachen gehören missachtete Rotsignale oder Vortritte. (Symbolbild)

20min/Vanessa Travasci
Es wurden weniger Personenschäden notiert als im Vorjahr. Die Zahlen der Schwer- sowie Leichtverletzten und Todesopfer sanken alle. (Symbolbild)

Es wurden weniger Personenschäden notiert als im Vorjahr. Die Zahlen der Schwer- sowie Leichtverletzten und Todesopfer sanken alle. (Symbolbild)

20min/Vanessa Travasci

Darum gehts

Die Zahl der Verkehrsunfälle in Basel-Stadt ist 2022 gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen. 502 Unfälle wurden registriert, im Jahr 2021 waren es noch 577. Dies geht aus der neusten Jahresstatistik über die Strassenverkehrsunfälle hervor, die die Basler Kantonspolizei am Donnerstag veröffentlicht hat. Dabei sind Unfälle in fast allen Kategorien rückläufig. Einzig die Zahl der verunfallten Fussgänger ist leicht gestiegen.

Die meisten Unfälle sind auf das Verhalten der Verkehrsteilnehmenden zurückzuführen. Nicht beachtete Rotlichtsignale, Vortritt-Missachtung, zu nahes Auffahren und mangelnde Rücksichtnahme bei Fahrstreifenwechsel seien die Hauptursachen. Die Kantonspolizei betont, dass durch umsichtiges und rücksichtsvolles Verhalten Verkehrsunfälle vermieden werden können.

Auffällig viele Unfälle passieren am Mittwoch und im Mai

Ein vertiefter Blick in der Statistik fördert indes Auffälliges zutage. So wurde auch die Häufigkeit von Unfällen nach Monat, Wochentag und Tageszeit aufgeschlüsselt. Und die Zahlen belegen: Der Mai ist der deutlich gefährlichste Monat, der Mittwoch der gefährlichste Wochentag und die Hauptverkehrszeit zu Feierabend zwischen 17 und 18 Uhr die gefährlichste Tageszeit für Unfälle mit Personenschäden. Der Mai und Mittwoch tanzen, wie die Stosszeiten, auch in den Statistiken aus den Jahren vor der Pandemie aus der Reihe.

Die Kantonspolizei wie auch die Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung BfU, können diese Zahlen nicht erklären. Warum gerade im Mai und am Mittwoch in Basel die meisten Unfälle passieren, folgt auch keinem Schweizer Trend. Fakt ist höchstens, dass zwischen April und September mehr Leute auf Velos und Motorrädern unterwegs sind. Spekuliert werden kann also, dass durch das sonnigere Wetter und die wärmeren Temperaturen im Mai mehr Leute mit diesen Verkehrsmitteln unterwegs sind und so mehr Unfälle zustande kommen.  

Aktivier jetzt den Basel-Push!

Deine Meinung

31 Kommentare