Aktualisiert 19.08.2009 14:40

Romain Grosjean«Im Motorsport bin ich Franzose»

Die Schweiz feiert einen zweiten aktuellen Formel-1-Piloten. Doch Romain Grosjean kehrte seinem Geburtsland vor Jahren den Rücken – aus mangelnder Unterstützung.

von
fox

Am Sonntag wird Sébastien Buemi nicht der einzige Schweizer Formel-1-Fahrer beim GP von Europa in Valencia sein. Mit Romain Grosjean wird im Renault ein zweiter Schweizer am Start sein. Zumindest ein zweiter Schweizer auf dem Papier. Denn Grosjean hält gegenüber «motorsport-total» fest: «Im Motorsport bin ich Franzose.» Dass der Sohn eines Schweizers und einer Französin dies so deutlich sagt, erstaunt nicht - auch wenn er nach wie vor in seiner Geburtstadt Genf lebt.

Er fährt nicht grundlos für den französischen Verband FFSA: «Im Motorsport bin ich eindeutig Franzose, denn während meiner Karriere erfuhr ich die gesamte Unterstützung immer nur aus Frankreich, nie aus der Schweiz.» Doch abgeneigt über die Berichterstattung in der Schweiz dürfte der 23-Jährige nicht sein. Obwohl Sponsoren weiterhin einfacher in Frankreich gefunden werden, ist der Schweizer Markt sicher nicht uninteressant.

Dank Vater beim Motorsport

Dass Grosjean in der Formel 1 gelandet ist, verdankt er vor allem Renault. Nach seinem Titel in der Formel-Renault 2005 nahm ihn der Konzern in seinem Nachwuchskader auf und machte ihn 2008 zum Testpiloten. Doch dass es überhaupt soweit kam, ist auch Grosjeans Vater zu verdanken. Denn eigentlich wollte Romain Skifahrer werden. Wegen der zunehmenden Drogenproblematik machte ihm sein Vater dann aber den Motorsport schmackhaft. 2000 startete er mit Go-Kart, 2003 ging es mit dem Wechsel ins Formelauto richtig los.

Übrigens: Grosjeans Motto verrät er auf seiner Website: «Vergiss, dass du keine Chance hast und gib alles!». Ein Motto, welches er sich wohl auch für die ersten Formel-1-Rennen passen wird.

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