Nach Coronaerkrankung - «Im Nachhinein bereue ich, dass ich mich nicht impfen liess»
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Nach Coronaerkrankung«Im Nachhinein bereue ich, dass ich mich nicht impfen liess»

Auch nach fast vier Wochen leidet Agnes (18) noch an den Folgen von Corona. Auf Tiktok ruft sie ihre Follower dazu auf, die Krankheit ernst zu nehmen und sich zu schützen.

von
Anja Zingg

Im Video spricht Agnes über ihre Coronaerkrankung. Das ganze Video findest auf Tiktok.

Tiktok/x._agnes

Darum gehts

  • Agnes (18) war überrascht, wie heftig ihre Corona-Erkrankung war.

  • Auf Tiktok hat sie ihre Erfahrungen geteilt.

  • Vielen jungen Menschen sei nicht bewusst, dass auch sie einen schwereren Verlauf haben könnten, so Agnes.

24 Tage ist es her, seit Agnes die ersten Corona-Symptome spürte. «Am Anfang war ich überzeugt, dass es mir bald wieder besser geht», so die 18-Jährige. Doch dem war nicht so. Rund 14 Tage war Agnes in Quarantäne, da die Symptome nicht abklingen wollten. In einem Video auf Tiktok spricht die Zürcherin darüber. «Im Nachhinein bereue ich es, dass ich mich nicht impfen liess», so Agnes, die rund 160’000 Follower auf Tiktok hat. Sie habe die Krankheit schlichtweg unterschätzt.

Mit ihrem Video will Agnes ihren - vor allem jungen - Followern aufzeigen, dass es auch bei jungen, gesunden Menschen zu schweren Verläufen kommen kann, wie sie im Gespräch mit 20 Minuten erzählt. «Ich leide nach wie vor unter Kurzatmigkeit, fühle mich schlapp und müde. Das alles ist neu für mich. Ich werde eigentlich selten krank, und wenn, bin ich schnell wieder gesund», sagt Agnes, die in ihrer Freizeit Tennis und Volleyball spielt.

Die Zürcherin geht davon aus, dass sie sich bei einer Freundin angesteckt hat. Auf die ersten Erkältungssymptome folgten Gliederschmerzen und Fieber, das fast zehn Tage lang anhielt. «Ich hatte keine Stimme mehr und nachts erwachte ich, weil ich nicht atmen konnte.» Gerade die Kurzatmigkeit habe ihr grosse Angst gemacht. «Ich fürchte mich immer noch davor, dass ich unter Langzeitfolgen leiden könnte.»

Video sei kein Impfaufruf

Agnes appelliert an ihre Follower, sich zu schützen. «Ich war mir viel zu wenig bewusst, dass Covid auch junge und gesunde Personen so hart treffen kann. Ich hoffe, dass ich dazu beitragen kann, dass gerade Jugendliche sich dessen bewusst werden.»

Zum Impfen aufrufen wolle sie indes nicht, so die Schülerin. «Ich bin überzeugt, dass jeder selbst entscheiden soll. Ich persönlich wäre im Nachhinein jedoch froh, wenn ich mich hätte impfen lassen.»

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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