Im neuen Volvo C40 Recharge gibts kein Leder
Der C40 Recharge ist der erste vollelektrische Crossover von Volvo.

Der C40 Recharge ist der erste vollelektrische Crossover von Volvo.

Volvo
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TestfahrtIm neuen Volvo C40 Recharge gibts kein Leder

Der C40 Recharge ist das erste Modell der Schweden, das nur mit Elektroantrieb angeboten wird. Im Innenraum setzt Volvo dabei auf innovative Materialien anstatt auf Leder.

von
Michael Specht

Wenige Autohersteller gehen die E-Mobilität so engagiert an wie Volvo. In vier Jahren wollen die Schweden bereits die Hälfte ihrer Modelle mit batterieelektrischem Antrieb verkaufen, Ende des Jahrzehnts soll die Quote dann bei 100 Prozent liegen. Verbrenner und Plug-in-Hybride sind bei Volvo dann Geschichte. Die Tür zur emissionsfreien Fortbewegung stiess Anfang Jahr der XC40 Recharge auf. Nun folgt der Coupé-Ableger namens C40 Recharge. Der schräge Bruder ist Volvos erstes Modell, das ausschliesslich mit Stromantrieb angeboten wird.

Optisch soll das vor allem durch ein neues Gesicht dokumentiert werden. Der C40 Recharge erhielt eine andere Front, bei der der verkleidete Kühlergrill und die Einfassung in Wagenfarbe lackiert sind, sowie ein Kontrastdach in Schwarz. Die Scheinwerfer in Pixel-LED-Technik sind ebenfalls neu.

Kein Leder im Innenraum

Im Cockpit unterscheidet sich der C40 Recharge nur marginal vom XC40. Das reduzierte Layout mit wenigen Knöpfen und Schaltern verkörpert das kühle, klare, aber sehr angenehm wirkende nordische Design. Volvo verzichtet komplett auf Leder und setzt stattdessen Materialien aus recyceltem Plastik und Microtech-Textilien ein. So entstanden zum Beispiel die Teppiche aus recycelten PET-Flaschen.

Trotz der Coupé-Silhouette sitzt es sich im C40 Recharge anständig, wenn auch das Haupthaar nicht mehr viel Luft zum Dachhimmel hat. Zur Serienausstattung zählt ein Panoramadach – das verschafft optisch mehr Luft. Hinter den Rücksitzen bleibt Platz für 413 Liter Gepäck, bei umgeklappten Lehnen wächst der Laderaum auf 1205 Liter. Unter der Fronthaube gibt es hier ein zusätzliches Fach mit 31 Litern.

Wegen der Coupé-Silhouette bietet der C40 hinten etwas weniger Platz als der XC40.

Wegen der Coupé-Silhouette bietet der C40 hinten etwas weniger Platz als der XC40.

Volvo
Im Cockpit unterscheidet sich der C40 Recharge nur marginal von seinem Steilheck-Bruder.

Im Cockpit unterscheidet sich der C40 Recharge nur marginal von seinem Steilheck-Bruder.

Volvo
Der Kofferraum bietet Platz für 413 Liter, bei umgeklappten Rücksitzlehnen wächst der Laderaum auf 1205 Liter an.

Der Kofferraum bietet Platz für 413 Liter, bei umgeklappten Rücksitzlehnen wächst der Laderaum auf 1205 Liter an.

Volvo

Einen Startknopf sucht man im C40 vergeblich. Das Auto registriert lediglich, ob der Fahrersitz besetzt ist und der Fahrer den passenden Schlüssel in der Tasche hat. Reinsetzen, aufs Bremspedal treten, Stufe D einlegen und losfahren – einfacher gehts nicht. An beiden Achsen sitzt eine E-Maschine mit 150 kW Leistung, macht in der Summe somit 300 kW (408 PS). Das Systemdrehmoment liegt bei 660 Newtonmeter und steht, wie bei E-Motoren üblich, aus dem Stand bereit.

444 Kilometer Reichweite

Die Batterie im Boden verfügt über eine Kapazität von 78 kWh. Laut Volvo schafft der C40 Recharge damit bis zu 444 Kilometer. Den Verbrauch gibt Volvo mit 22 kWh pro 100 Kilometer an. Geht es dann an eine Schnellladesäule, erlaubt das Batteriemanagement eine DC-Ladeleistung von maximal 150 Kilowatt. In 37 Minuten sollen so 80 Prozent der Kapazität wieder aufgefüllt sein. Zehn Minuten Laden reichen für 100 Kilometer an neuer Reichweite. Zu haben ist der C40 Recharge ab 61'900 Franken.

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