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Zu viel NiederschlagIm November fiel dreimal so viel Schnee wie normal

Zwischen 0,8 und 1,5 Grad zu warm war der diesjährige November – trotz wenig Sonnenschein. Deutlich zu gross waren die Niederschlagsmengen im Süden.

von
scl
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Der November war im Mittel deutlich zu trüb und zu mild. Vor allem im Süden brachte der vergangene Monat erhebliche Niederschläge.

Der November war im Mittel deutlich zu trüb und zu mild. Vor allem im Süden brachte der vergangene Monat erhebliche Niederschläge.

Keystone/tom Weller
Die Niederschlagssummen im Überblick.

Die Niederschlagssummen im Überblick.

Meteonews
Der Bund musste für einige Gebiete im Süden die Gefahrenstufe für Schneefall auf 4 erhöhen. Das ist die zweithöchste Stufe.

Der Bund musste für einige Gebiete im Süden die Gefahrenstufe für Schneefall auf 4 erhöhen. Das ist die zweithöchste Stufe.

Meteo Schweiz

Zu mild, zu wenig Sonne, zu viel Niederschläge: Das ist die Bilanz des Novembers 2019. Wie Meteonews in einer Mitteilung schreibt, sorgten Südwest- und Westwind aus dem Mittelmeerraum für eine zu milde Bilanz.

So betrug die Temperaturabweichung im Vergleich zum langjährigen Mittel im nördlichen Flachland zwischen 0,8 und 1,4 Grad. Länger anhaltende Föhnphasen sorgten in den Föhntälern für eine noch deutlichere Abweichung.

Trotz milden Temperaturen schien die Sonne beidseits der Alpen deutlich weniger als sonst üblich. Im Tessin war dieser November verbreitet der zweittrübste seit Messbeginn.

Rekord für Gesamtschneehöhe

Auch in Sachen Niederschläge dürfte der vergangene Monat im südlichen Alpenraum in Erinnerung bleiben. Durch sehr feuchte Luftmassen aus dem warmen Mittelmeeraum kam im Süden teils das Zwei- bis Dreifache an Regen oder Schnee zusammen.

In den Bergen herrschte so immer wieder eine sehr kritische Lawinensituation. Im Engadin wurden teilweise Rekorde für die Gesamtschneehöhe im November sowie die 3-Tages-Neuschneesumme gebrochen.

Hochnebel dominiert

Die ersten Dezembertage wurden von Tief Olaf bestimmt. Dieses ist allerdings spätestens ab morgen Dienstag kein Thema mehr, wie Patrick Suter von Meteonews sagt. Es dominiert wohl bis über das kommende Wochenende hinaus ein Hochdruckgebiet.

Dieses bringt ruhiges Wetter und weder Schnee noch Regen. Im Flachland dürfte vielerorts Nebel oder Hochnebel vorherrschen. Wer Sonne will, muss laut Suter in die Berge. «In den Bergen ist es meist sonnig und vor allem auch wärmer als im Flachland.»

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