Aktualisiert 30.06.2009 11:21

St. GallenIm Openair-Müll lagen auch Bargeld, Handys und Koks

Am Tag nach dem Openair räumten 300 Schüler Berge von Müll weg – und stiessen beim Aufräumen auf unverhoffte «Schätze».

von
Mario Pavlik

Zelte, Pavillons, Campingstühle, Luftmatratzen – Abfall, so weit das Auge reicht. Am Tag nach dem Openair St. Gallen sieht das Sittertobel aus wie eine Müllhalde. «Etwa 100 Tonnen Abfall werden wir in die Verbrennungsanlage fahren», sagt Mica Frei, technischer Leiter am Openair St. Gallen. Um den Abfall möglichst schnell wegzuräumen, helfen rund 300 Schüler beim Aufräumen mit.

«Mit dem Geld, das die Schüler dabei verdienen, finanzieren sie sich ihre Abschlussreise nach München», sagt Daniel Sproll, Lehrer einer Klasse des 10. Schuljahres aus Frauenfeld. Aber nicht nur die 150 Franken, die es für zwei Tage Aufräumen gibt, sind ein Anreiz für die Jugendlichen. «Bisher fanden wir schon Geld und Handys. Wer weiss, was noch alles herumliegt», sagt ein Schüler. «Die Anzahl der gros­sen Funde hält sich zwar in Grenzen, irgendwie hofft man aber ständig, zwischen dem Müll etwas Wertvolles zu finden», sagt ein anderer «Fätzler». Auch Beutel mit Marihuana und Kokain wurden schon gefunden – diese wurden jedoch beim Lehrer abgegeben.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.