Im religiösen Wahn Tochter zu Tode misshandelt?
Aktualisiert

Im religiösen Wahn Tochter zu Tode misshandelt?

Er sah sich als Jesus und erzog seine Töchter nach alttestamentarischen Methoden: Der Vater eines unter mysteriösen Umständen gestorbenen Mädchens wird der Kindsmisshandlung verdächtigt.

Er wollte seinen Töchtern beibringen, dass Frauen den Männern untertan seien, und griff dabei zu brutalen Erziehungsmethoden. Nächtelang sperrte er sie im Badezimmer ein oder befahl ihnen, stundenlang regungslos auf dem Boden zu sitzen. Am Schluss glaubte er gar von sich, Jesus zu sein, wie ein Bekannter in der heutigen «Blick»-Ausgabe sagt.

Seine fünfjährige Tochter wurde letzten Dienstag mit schweren Kopfverletzungen von einem angeblichen Treppensturz ins Spital eingeliefert, wo sie kurz darauf verstarb. Laut Staatsanwalt Manuel Kehrli liessen sich gewisse Verletzungen nicht mit einem Treppensturz erklären.

Der Mann lebte in Wila ZH in einer Wohngemeinschaft mit einigen Anhängern, die ihn nicht nur vergötterten, sondern auch finanziell unterhielten. Seine zweite, achtjährige Tochter wird momentan ärztlich untersucht.

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