Im Schlauch von Thun nach Bern
Aktualisiert

Im Schlauch von Thun nach Bern

Wem Böötlen zu öde ist, der kann sich neu auf einem Gummireifen die Aare hinuntertreiben lassen. Der actionreiche Spass ist aber nicht unumstritten.

Was in Amerika fast auf jedem Fluss möglich ist, kann man jetzt auch auf der Aare: sich auf einem aufgemöbelten Schlauch stundenlang in der Strömung treiben lassen. Die dreistündige Fahrt von Thun nach Bern ist allerdings nichts für Warmduscher: «Aaretubing liefert Alpamare-Feeling», verspricht Neil Parmenter (27), der gemeinsam mit seiner Ehefrau die Schläuche für 40 Franken vermietet und sie vom Marzili wieder zurücktransportiert. Auf den Tubes könne man allerhand anstellen, wie etwa einen Handstand machen oder surfen. Laut Parmenter ein sicherer Spass: «Die Reifen sind extrem stabil und kippen nicht einfach.»

Zu unterschätzen sei der neue Spass aber nicht, warnt Frank Hofer von der Beratungsstelle für Unfallverhütung. «Runde Geräte sind schwer zu steuern», so der Fachmann. «Und gerade in der Uttigenwelle und unter Brücken ist eine gute Manövrierbarkeit sehr wichtig.»

Eva Wirth

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