25.07.2020 11:41

Bootstour«Im schlimmsten Fall wird man vom eigenen Gefährt erschlagen»

Wer am Wochenende geplant hat, eine Fahrt mit seinem Boot auf dem Rhein zu machen, sollte sich einige Tipps der Kantonspolizei Thurgau zu Herzen nehmen. «Weg von Wiffen und Kursschiffen!», heisst es in einem Facebook-Post.

von
Jil Rietmann

Die Kantonspolizei warnt vor dem Böötlen auf dem Rhein.

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Darum gehts

  • Die Kantonspolizei Thurgau erwartet dieses Wochenende einige Bootsfahrten auf dem Hochrhein.
  • Um Unfälle mit Wiffen und Kursschiffen zu verhindern, postet die Polizei einige Tipps auf Facebook.
  • Von den Wiffen und Schiffen sollte man Abstand halten.
  • Man könne schnell unter Wasser und in einen Wirbel hinter der Wiffe geraten.

Das Wetter dieses Wochenende lädt zu Fahrten auf dem Rhein ein. Eine Bootstour kann aber auch unschön ausgehen. «Im Kanton Thurgau kommt es pro Saison zu ungefähr 30 Unfällen mit Wiffen im Rhein», sagt Marcel Kuhn, Dienstleiter der Seepolizei Thurgau. Es gäbe aber auch eine Dunkelziffer von Fällen, die glimpflich ausgegangen sind. Zu Kollisionen mit Wiffen komme es meistens durch die Unvorsichtigkeit einiger Leute, die die Strömung des Rheins unterschätzen. «Es gibt aber auch solche, die absichtlich rein fahren, um zu schauen was passiert», so Kuhn.

Um solche Unfälle am Wochenende zu verhindern, warnt die Kantonspolizei Thurgau mit einem Facebook-Post. «Eine der wichtigsten Regeln: Seien Sie nicht #zudoof, weg von Kursschiffen und Wiffen», heisst es im Post. Die Wiffen im Rhein dienen hauptsächlich der Schifffahrt. Die Baumstämme würden sich nicht bewegen, wenn man mit einem Gummiboot oder ähnlichem reinfahrt. «Wichtig ist, gut aufzupassen und von den Wiffen Abstand zu halten. Man sollte sich auch besser am Ufer lang treiben lassen und nicht direkt bei der Strömung», sagt Kuhn weiter. Es könne nämlich ziemlich schnell passieren, dass man unter Wasser kommt und in einen Wirbel hinter der Wiffe gerät. Im schlimmsten Fall wird man vom eigenen Gefährt erschlagen.

Wenn man trotz den Vorsichtsmassnahmen mit einer Wiffe kollidiert, sei es wichtig, das der Seepolizei zu melden. «Vor allem ist es wichtig, der Polizei mitzuteilen, ob ein Personenschaden vorhanden ist oder nicht», sagt Kuhn. Es habe nämlich schon Fehlalarme gegeben, sodass man eine Suchaktion nach vermissten Personen ausgelöst hat, obwohl niemand fehlte.

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14 Kommentare
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Frtz

26.07.2020, 09:39

Mich inteRessiert hier schon, wie wir früher flussböötlen konnten und alle meine Bekannte und ich leben noch? Hochrisikosport wie es scheint...

Radada

26.07.2020, 07:33

und wie soll das Video helfen?

Globetrotter

26.07.2020, 07:28

Wichtig ist das man die Paddeltechnik beherrscht bevor man sich auf fliessende Gewässer begibt. Wir konnten mit dem Kanu nur Rechtskurven steuern und sind auch auf eine Wiffe getroffen, als mein Vordermann darauf bestand alleine zu steuern (was wahrscheinlich bei einem Kanu unmöglich ist). Zum glück sind wir im Kanu geblieben und ein paar Kayaker haben uns ein paar Tipps gezeigt, in-situ.