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Restaurant in ColoradoIm Shooters tragen die Kellnerinnen Waffen

Ein Restaurant im US-Staat Colorado erlaubt nicht nur seinen Gästen, Waffen offen zu tragen. Auch die Kellnerinnen haben geladene Pistolen - rechts an ihren Hüften.

Colorado zählt nicht zu den Staaten, in denen das öffentliche Tragen von Waffen überall erlaubt ist. Im Shooters Grill (Schützen-Grill) in der Stadt Rifle (übersetzt: Gewehr) jedoch wird man dazu ermutigt, wie die Zeitung «Glenwood Springs Post-Independent» berichtete. Auf einem Schild an der Eingangstür ist zu lesen: «Waffen sind im Haus willkommen. Bitte tragen Sie die Waffen im Halfter, es sei denn, eine andere Notwendigkeit ergibt sich. In solchen Fällen ist vernünftige Treffsicherheit hoch geschätzt.»

Restaurant-Eigentümerin Lauren Boebert sagte, sie erlaube Gästen und Angestellten nur, was die Verfassung ihnen zugestehe - das Tragen von Waffen. «Wir unterstützten das, und die Kunden lieben es, dass sie hierherkommen und ihre Rechte ausüben können.» Sie hatte den Namen des Lokals im letzten Jahr gewählt - als Zeichen des Einverständnisses zu der Waffenpolitik des Landes.

«Ich habe mich mit meinen christlichen Freunden beraten. Alle sagten, ?Shooters? klinge wie eine Kneipe oder ein Stripteaselokal», sagte Boebert mit einem Lachen. «Aber ich dachte, wir leben hier in Rifle - der Ort wurde im Wilden Westen gegründet - umgeben von Waffen.» Deswegen habe sie sich entschlossen, trotzdem den Namen Shooters zu nehmen.

Lob und Kritik

Eine Gruppe von Befürwortern schärferer Waffengesetze sagte der Zeitung, man favorisiere das verdeckte Tragen der Waffen. Die Menschen sollten nicht ermutigt werden, Waffen offen an Orten wie Geschäften oder Restaurants zu tragen. Die Gruppe, Moms Demand Action for Gun Sense in America, war 2012 gegründet worden - nach einer Schiesserei an einer Grundschule in Connecticut.

Ganz anders reagierte die Kaufhauskette Target auf das demonstrative Tragen von Waffen in seinen Filialen. Waffen-Befürworter waren mit geladenen Gewehren in ihre Kaufhäuser in Texas, Alabama und North Carolina gegangen, um ihre Unterstützung für liberale Waffengesetze zu zeigen. Target hatte am Mittwoch daraufhin seine Kunden gebeten, Gewehre nicht mit in die Kaufhäuser zu bringen - auch wenn es vom Gesetz her erlaubt sei.

(sda)

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