Club Paul: Im St. Galler Nachtleben weht frischer Wind
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Club PaulIm St. Galler Nachtleben weht frischer Wind

Inhaber von St. Galler Clubs versprechen Grosses: Konzerte, Comedyveranstaltungen oder Gastro-Events sollen bald Programm sein.

von
nab
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Die Inhaber des Nachtclubs «Paul» wollen in der neuen Saison noch mehr auf gute Musik ...

Die Inhaber des Nachtclubs «Paul» wollen in der neuen Saison noch mehr auf gute Musik ...

20 Minuten
... und familiäres Ambiente setzen.

... und familiäres Ambiente setzen.

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Von Motto-Partys halten Dany Bondt, Roman Buff und Kree Nesimi allerdings nicht viel (v.l). Bondt: «Jeden Scheiss machen wir nicht mit. »

Von Motto-Partys halten Dany Bondt, Roman Buff und Kree Nesimi allerdings nicht viel (v.l). Bondt: «Jeden Scheiss machen wir nicht mit. »

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Ende Mai hat der St. Galler Nachtclub Backstage die Türen geschlossen. Nun öffnet er am 2. September unter dem Namen Ivy neu: «Unter der Woche sind Konzerte mit lokalen und regionalen Musikern und Bands, Comedy-Veranstaltungen oder Ähnliches vorgesehen», so der neue Geschäftsinhaber René Meier zum «St. Galler Tagblatt». Ausserdem könne das Ivy für Hochzeitsfeiern, Geburtstagsfeste oder Firmenanlässe reserviert werden.

Doch das Ivy ist nicht der einzige Club, der frischen Wind in das St. Galler Nachtleben bringen möchte. Einige 100 Meter weiter vorne optimiert auch der Club Paul sein Angebot. Mit an Bord: Dany Bondt, der ehemalige Geschäftsführer des Backstage. Sein Weggang habe mehrere Gründe gehabt, so Bondt. «Der Vertrag im Backstage war auf drei Jahre befristet – aber auch auch das gute Übernahmegebot des jetzigen Geschäftsinhabers hat eine Rolle gespielt», so Bondt weiter.

Nun möchte er mit Roman Buff (33) und Kree Nesimi (28) das St. Galler Nachtleben aufmischen. «Das Nightlife in St. Gallen ist einfach nicht mehr dasselbe.» Früher habe man als Inhaber die Partyszene bestimmt – heute sei das umgekehrt. Das Angebot der Partyszene sei eintönig und langweilig, und: «Happy-Hour-Angebote und schlechte Musik haben das Nachtleben zerstört.»

«Wir wollen Gastro-Partys einführen», verrät Bondt. Diese sollen sonntags stattfinden. «Damit auch Leute aus dem Gastro-Gewerbe die Möglichkeit haben, zu feiern.» Mit Platz für rund 150 Gäste sei das Lokal kleiner als andere Clubs in St. Gallen und habe so für Firmenanlässe genau die richtige Grösse – fast schon eher Wohnzimmer als Club. «In den eigenen vier Wänden nimmt man es manchmal gemütlich – und manchmal macht man auch Seich», sagt der 33-Jährige mit einem Schmunzeln.

Primär wird auf Gäste am Wochenende gesetzt

Zudem würden sie in der kommenden Saison noch stärker auf Musikvielfalt setzen. «In vielen Clubs werden bloss die Charts auf und ab gespielt», so Bondt. «Das gibt es bei uns nicht.» So soll bei ihnen regelmässig ausgewählter House und Deephouse bis hin zu Techno aus den Lautsprechern zu hören sein. Vor allem wollten sie auch die Stilrichtungen «Disco» und «Nu-Disco» wesentlich mehr einbinden. Aber auch die Hip-Hop-Fans würden nicht zu kurz kommen. «Events, bei denen Black Music, Soul und RnB gespielt werden sollen, sind ebenfalls im Gespräch.»

Momentan ist der Club jeweils am Wochenende offen, vorstellbar wäre für die drei aber auch ein Angebot unter der Woche, um dann eher die Studenten anzusprechen: «Wer weiss, vielleicht haben wir ja irgendwann sieben Tage die Woche offen?» Primär würden sie aber momentan auf ihre Gäste am Wochenende setzen.

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