Britische Band: Im Tourbus wollen die sechs Jungs von Editors alle nur das eine

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Britische BandIm Tourbus wollen die sechs Jungs von Editors alle nur das eine

Die sechs Jungs von Editors haben manchmal «Peter-Pan»-Momente in ihrer Männerrunde. 20 Minuten verraten die Briten ihre witzigsten Tour-Erlebnisse und Konzertrituale.

von
Salvatore Iuliano
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Vor ihren Auftritten schicken die sechs Jungs von Editors erst mal alle aus dem Raum. Dann ist nämlich ihre «Power Hour».

Vor ihren Auftritten schicken die sechs Jungs von Editors erst mal alle aus dem Raum. Dann ist nämlich ihre «Power Hour».

20min/Anna Bila
Zwei Konzerte spielten die sechs Briten im Oktober in Lausanne und Zürich.

Zwei Konzerte spielten die sechs Briten im Oktober in Lausanne und Zürich.

20min/Anna Bila
20 Minuten erzählten sie ihre witzigsten Momente auf der Bühne und welche Rituale sie vor ihren Konzerten haben. Auf dem Bild: Tom Smith (l) und Blanck Mass.

20 Minuten erzählten sie ihre witzigsten Momente auf der Bühne und welche Rituale sie vor ihren Konzerten haben. Auf dem Bild: Tom Smith (l) und Blanck Mass.

20min/Anna Bila

Darum gehts

  • Mit «EBM» ist das siebte Studioalbum der Band Editors draussen. 

  • Die sechs Briten spielten im Oktober zwei Konzerte in der Schweiz – eins im Les Docks in Lausanne und eins im Volkshaus in Zürich. 

  • 20 Minuten traf die Band vor ihrem Zürcher Konzert.

Wie gefällt es euch in Zürich?
Tom Smith: Die Schweiz im Allgemeinen ist sehr malerisch. Ich bin am See spazieren gegangen, das war sehr schön. Dann haben wir zusammen in einem Restaurant gegessen, allerdings tat das unserem Portemonnaie weh (lacht). 

Was ist das Erste, das ihr tut, wenn ihr in einer neuen Stadt seid?
Blanck Mass: Unser Gitarrist Elliott ist unser Ramen-König. Er ist gut darin, Restaurants zu finden, wo es Ramen-Gerichte gibt. (japanische Nudelsuppe, Anm. d. Red.)
TS: Sobald wir uns in der Gegend zu Recht finden, suchen wir ein Café, um unseren Morgenkaffee holen zu können. Manchmal machen wir auch Sport.

Ihr macht bereits seit 20 Jahren als «Editors» Musik. Habt ihr irgendwelche Rituale vor einem Konzert?
BM: Wir schicken erstmals alle raus, die nicht zur Band gehören. Danach spielen wir unsere Songs und trinken was zusammen. Wir nennen das unsere «Power-Hour».

In einer reinen Männerrunde kann man schnell wieder zu kleinen Jungs werden. Passiert euch das auch?
BM:  Vielleicht gab es vor diesem Interview den einen oder anderen, der im Tourbus Fifa gespielt hat.
TS: Es ist so eine «Peter-Pan»-Sache, man will für immer jung bleiben. In einer Band zu sein heisst wohl, auch jünger sein zu wollen, als man ist.

Demnach ist es euer Ziel, wie die Rolling Stones zu werden?
BM: Ja, das ist das wesentliche Dasein eines Künstlers. Du willst einfach so viel wie möglich für die Menschen da lassen, die nach dir kommen.

Wie findest du die Musik von «Editors»?

Habt ihr euch schon mal überlegt, eine Frau in eure Band zu holen?
TS: Das wäre tatsächlich grossartig. Nur leider hat es bisher nie geklappt. Vielleicht wäre eines Tages ein Duett eine Alternative. Wir hatten Rachel Goswall von Slowdive, die auf unserem Album «Dream» mitgesungen hat. Sie verbrachte damals viel Zeit mit uns im Tonstudio.
BM: Sag niemals nie.

Was tut ihr, wenn ihr mal keine Lust habt, kreativ zu sein und Musik aufzunehmen? 
TS: Wenn wir im Tourbus nicht gerade Fifa spielen, reden wir über Fussball.
BM: Es geht tatsächlich ziemlich oft um Fussball.

Was war euer witzigster Moment als Band?
TS: Wir hatten mal einen lustigen Abend an einem Gothic Festival in München. Dort trugen fast alle Schwarz. Wir haben uns wie in einem Tim Burton Film gefühlt. Unsere Show lief hervorragend. Plötzlich ist ein Typ auf die Bühne gestiegen, der als einziger einen pinken Tanga trug und ein pinkes Schaukelpferd dabei hatte. Das war ziemlich witzig und verrückt.

Gibt es musikalisch etwas, das ihr schon immer mal ausprobieren wolltet?
BM: Ich würde gerne die Pedal Steel Gitarre spielen können. Aber das ist nicht so einfach. Profis lassen es immer so einfach aussehen. 
TS: Wir haben noch nie in Südamerika gespielt. Wir haben viele Fans dort, die uns live sehen möchten. Leider sind wir nie weiter als Mexiko gekommen. Vielleicht können wir das mit diesem Album ändern.

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