«A-Rod» als Zielscheibe: Im vierten Anlauf endlich abgeschossen

Aktualisiert

«A-Rod» als ZielscheibeIm vierten Anlauf endlich abgeschossen

Doping-Sünder Alex Rodriguez hatte im Bostoner Fenway Park einen schweren Stand. Nach ohrenbetäubenden Piffen kriegte der Yankees-Superstar einen Ball mit voller Absicht in die Rippen.

von
pre

Zusammen mit Lance Armstrong ist Alex Rodriguez momentan der wohl unbeliebteste US-Sportler. Der Baseball-Superstar der New York Yankees wurde Anfang August für 211 Spiele gesperrt, weil er sich über Jahre hinweg mit Testosteron und Wachstumshormonen gedopt haben soll.

Doch «A-Rod», der bei den Yankees einen Zehn-Jahres-Vertrag über 275 Millionen Dollar besitzt, legte Rekurs gegen die Sperre ein und darf nun doch spielen. Nachdem er zunächst von den eigenen Fans ausgebuht wurde, erreichte er am vergangenen Wochenende seinen 1951. Run Batted In (Platz 5 der ewigen Bestenliste) und erntete danach wieder Jubel im Yankee-Stadium.

Nicht so im altehrwürdigen Fenway Park von Bosten. Beim Hassduell zwischen den Red Sox und den Yankees wurde Rodriguez von der ersten Minute mit Pfiffen eingedeckt. Als er zum ersten Mal zum Schlagmal schritt, war der Lärm ohrenbetäubend und es kam, wie es kommen musste.

Der vierte Versuch sitzt

Red-Sox-Pitcher Ryan Dempster warf den Ball mit voller Wucht in Richtung Rodriguez, verfehlte den Schläger auf Kniehöhe aber knapp. Nach zwei weiteren gescheiterten Abschuss-Versuchen klappte es dann endlich: Dempster traf Rodriguez mit einem Fastball am linken Ellbogen und im Rippenbereich.

Während sich das Bostoner Publikum vor Begeisterung kaum mehr einkriegen konnte, brannten bei Yankees-Manager Joe Girardi die Sicherungen durch. Er stürmte auf den Platz, warf sein Cap zu Boden und schimpfte wutenbrannt auf den Referee ein. Dieser reagierte cool, schickte Girardi auf die Tribüne und sprach gegen beide Teams eine Verwarnung aus. Falls es nochmals einen ähnlichen Vorfall gebe, werde er die Partie abbrechen. Danach blieb es bis auf die ohrenbetäubenden Pfiffe gegen Rodriguez ruhig.

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