Aktualisiert

Stadtzürcher WahlenIm Wahlkampf lassen Kandidaten Hüllen fallen

Nackte Haut, ein Pleitegeier auf dem Boot und süsse Brötchen: Mit dem neuen Jahr beginnt die heisse Phase des Stadtzürcher Wahlkampfes.

von
Maja Sommerhalder

«Mehr Verkehr für Filli»: Mit diesem Spruch wirbt der Zürcher Gemeinderat Peider Filli (Grüne) auf Postkarten und Plakaten für seine Wiederwahl am 9. Februar. Inspiriert von den Fotos des Künstlerduos Pierre et Gilles posiert der VBZ-Trampilot mit «FBZ»-Mütze und Fliege – sonstige Kleidung trägt er nicht.

«Eine Nackt-Aufnahme hat in meiner politischen Karriere noch gefehlt», sagt Filli. Angst, dass er als Politiker damit nicht mehr ernst genommen wird, hat er nicht: «Seriös präsentieren kann sich jeder», sagt er und will auf diese Weise zeigen, dass Politiker keine Engel sind und Humor haben. «Zudem symbolisiert mein nackter Oberkörper, dass ich nichts zu verbergen habe und für transparente Politik stehe.»

Mit dem Ruder in der Hand

Warm angezogen haben sich hingegen die SVP-Stadtratskandidaten Nina Fehr Düsel und Roland Scheck, als sie sich rudernd auf dem Zürichsee ablichten liessen. Auf ihrem Boot montierten sie grosse Plakate und einen ausgestopften Pleitegeier. «Mit dieser Aktion wollen wir Gegensteuer zur ausufernden Finanzpolitik der Stadt geben», so Fehr.

Bei SP-Stadtratskandidat und Kantonsrat Raphael Golta geht die Wahlwerbung derweil durch den Magen. Er will am Montag, 6. Januar, ab sechs Uhr in der Früh auf dem Schwamendingerplatz bei den Pendlern mit Dreikönigskuchen punkten.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.