Ferien: Im Wireless lauern Datendiebe
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FerienIm Wireless lauern Datendiebe

Inzwischen erfolgt jede fünfte Kreditkartenzahlung online. Besonders in den Ferien ist aber nicht jeder Computer dafür geeignet. Auch beim WLAN ist Vorsicht angebracht.

von
Dajan Roman
Wer in den Ferien mit dem Laptop mittels WLAN online geht, muss besonders aufpassen. (Bild: colourbox)

Wer in den Ferien mit dem Laptop mittels WLAN online geht, muss besonders aufpassen. (Bild: colourbox)

Immer mehr Leute wickeln ihre Einkäufe und Zahlungen übers Internet ab: Inzwischen erfolgt im Schweizer Versandhandel mehr als die Hälfte der Bestellungen online. Und diese Einkäufe werden auch immer mehr online per Kreditkarte bezahlt. «Rund jede fünfte Kreditkartenzahlung erfolgt inzwischen online. Das sind 10 Prozent mehr als noch vor 3 Jahren», sagt Bettina Freihofer von der Kreditkartenherausgeberin Viseca.

Dabei ist bei Online-Einkäufen per Kreditkarte vor allem in den Ferien Vorsicht geboten. «Computer in Internetcafés, aber auch solche in Hotels oder Flughäfen, sind oft schlecht geschützt», sagt IT-Experte Guido Rudolphi. Damit sei es für Hacker einfach, an Kreditkarteninformationen oder gar den E-Banking-Zugang zu kommen. «Sind diese Daten erst einmal bekannt, dauert es nicht lange, bis das Konto geräumt oder mit der fremden Kreditkarte eingekauft wird», so Rudolphi. Er rät zu allerhöchster Vorsicht, wenn man in den Ferien per E-Banking das Konto prüft oder Online-Einkäufe per Kreditkarte tätigt.

Auch wer mit dem Laptop oder einem Smartphone wie dem iPhone mittels WLAN online geht, muss aufpassen. «Die Netzwerke sind nicht immer abgesichert, dann könnte der gesamte Datenverkehr ohne Probleme mitgeschnitten werden», warnt der Experte. Wer trotzdem online gehe, müsse noch mehr als sonst auf die IT-Sicherheit Wert legen: «Firewall und Virenschutz müssen immer auf dem neusten Stand sein.»

Hotel: Karten-Schlüssel vernichten

In neueren Hotels gibt es statt dem althergebrachten Schlüssel immer mehr Schlüssel-Karten. Wie die israelische Polizei jetzt mitteilt, bergen auch diese Gefahren. Denn: Auf den Karten sind etliche persönliche Daten gespeichert, wie etwa der Wohnort oder die Kreditkartennummer. Die Polizei rät, die Karten nach dem Auschecken nicht dem Hotel zurückzugeben, sondern zu vernichten. Grund: Die Daten könnten gelesen und missbraucht werden.

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