Im Zoo: Lebendfütterung der Tiger als Touristenattraktion
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Im Zoo: Lebendfütterung der Tiger als Touristenattraktion

Da stockt nicht nur den Tierschützern der Atem: In einem chinesischen Zoo werden den Raubtieren lebende Tiere verfüttert – zum Gaudi der sensationslüsternen Besucher.

Was bei uns undenkbar ist, gilt im Zoo der nordchinesischen Stadt Harbin als Touristenattraktion: Die Fütterung von Wildkatzen mit lebenden Tieren.

Ein britisches Fernsehteam hat gefilmt, wie eine lebende Kuh von einer Horde Tiger zerfleischt wurde.

Auch lebende Hühner und Enten werden den Grosskatzen im Wildreservat der 6-Millionen-Stadt verfüttert. Die Zuschauer können das «Futter» kaufen: Ein Huhn kostet umgerechnet gut sechs Franken; für eine Kuh müsssen knapp 250 Franken hingeblättert werden. Während die Kühe von Angestellten in den Park getrieben werden, dürfen die Zoobesucher ihre gekauften Hühnchen aus einem parkeigenen Bus den Tieren zum Frass vorwerfen.

Die sibirischen Tiger sind alle wohlgenährt. Sie töten die Beute nicht sofort, wie das in der freien Wildbahn der Fall wäre, sondern spielen mit ihren Opfern. Die Kühe sterben einen langsamen, qualvollen Tod. «Wir benötigen das Geld der Touristen, um unseren Park zu finanzieren», rechtfertigte sich ein Sprecher.

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