Publiziert

BaselIm Zoo wird ab jetzt der Stresspegel gemessen

Am Samstag öffnet der Zolli erstmals nach der Coronakrise wieder seine Tore. In den letzten Monaten gab es bei verschiedenen Tieren Nachwuchs. Nun können Besucher die Jungtiere zum ersten Mal live besichtigen. Dies aber unter Sicherheitsmassnahmen und mit einer Besucher-Limite.

Am Samstag kehren die Besucher wieder zurück in den Zoo, allerdings unter Auflagen.

Video: Zoo Basel

Darum gehts

  • Nachdem die Tore wegen Corona monatelang geschlossen waren, öffnet sie der Zoo Basel nun wieder. Der Lockdown riss ein Millionenloch in die Zolli-Kasse.
  • Es wird aber noch nicht alles wie früher sein, es gibt eine Besucher-Limite und verschiedene Sicherheitsmassnahmen.
  • Zudem erwarten die Besucher verschiedene Jungtiere.

Am Samstag wird der Basler Zolli, der älteste der Schweiz, seine Tore wieder öffnen. Fast 3.5 Millionen Franken an Einnahmen sind dem Zoo in den letzten Monaten während der pandemiebedingten Schliessung entgangen. Und es wären noch mehr gewesen, hätte es die Spenden und die Kurzarbeitsentschädigungen nicht gegeben. Denn wie Zollidirektor Oliver Pagan an einem Medienrundgang am Donnerstag ausführte, seien dem Zoo rund 5.5 Millionen Franken an Eintrittseinnahmen entgangen.

Umso mehr würden sich die Zolli-Verantwortlichen jetzt auf die Öffnung freuen. Mit einem Limit von 4000 Besuchern, die sich mit ihren Kindern auf der Anlage aufhalten dürfen, würden die Einschränkungen zahlenmässig nicht gross ins Gewicht fallen. Der Zoo legt aber Wert auf ein stressfreies Bechuchserlebnis. Beim Einlass gibt ein Display darum nicht nur Auskunft darüber, für wie viele Gäste es noch Platz hat, sondern auch wie hoch der Stresspegel drinnen ist.

Auf die Besucher warten verschiedene Jungtiere, die während der Schliessung auf die Welt gekommen sind. Darunter zum Beispiel ein junger Orang-Utan, ein Seepferdchen oder ein Baby-Krokodil.

Die Affen freuen sich auf die menschlichen Besucher

Bei den Eingängen und auf dem Areal wird der Zolli darauf achten, dass die Abstandregeln eingehalten werden. Kleinere Tierhäuser, zum Beispiel das der Panzernashörner, bleiben geschlossen. Grössere Indoor-Anlagen wie das Affenhaus oder das Vivarium können im Tröpfchensystem und Einbahnverkehr besucht werden. Auf der Anlage werden freiwillige Helfer aus dem Zoo-Freundeverein darauf achten, dass auch draussen die gebotenen Abstände gehalten werden.

Doch wie wird es für die Tiere sein, wenn plötzlich wieder Menschen an ihr Revier kommen? Zoodirektor Pagan zeigte sich überzeugt, dass sich die Zollitiere wieder rasch an die Besucherströme gewöhnen werden. Die Menschenaffen dürften sich sogar auf die menschlichen Besucher freuen.

(SDA/mhu)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.
8 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Denker

05.06.2020, 08:56

Nichts lernen, aber an der Macht festkrallen. Das machen die Verantwortlichen in Bern. Schafft endlich die Einschränkungen ab und lasst das Leben leben. Leider sind immer noch viele im Panikmodus.

Noo

05.06.2020, 08:54

Hammer kreative Massnahme!! Ich würde gerne gehen. Vor Jahren gab der Basler Zollidirektor ein Interview mit dem basler Magazin. Er konnte es so schön verpacken sie er wollte, aber wenn Jungtiere nicht verkauft werden können und sie nirgends Platz haben, werden sie erschossen. Ich kann das ethisch nicht vertreten und darum gebe ich andern meinen Platz.

Messungen

05.06.2020, 08:01

Wie die Anzahl Besucher gemessen werden ist klar. Aber wie wird der Stresspegel gemessen und welche Aussage steckt dahinter?