Bekannter über Todesschützen Colorados: «Im Zorn ist er nicht mehr aufzuhalten»
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Bekannter über Todesschützen Colorados«Im Zorn ist er nicht mehr aufzuhalten»

Bei einer Massenschiesserei in Boulder, Colorado wurden 10 Menschen getötet. Der 21-jährige Verdächtige kaufte das halbautomatische Sturmgewehr sechs Tage vor der Tat. Bekannte berichten, er habe oft Wutausbrüche gehabt.

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Das ist der mutmassliche Todesschütze von Boulder, Colorado: Ahmad A. (21). 

Das ist der mutmassliche Todesschütze von Boulder, Colorado: Ahmad A. (21).

Boulder Police Department/AFP
Er hat mutmasslich am 22. März 2021 im US-Bundesstaat Colorado zehn Menschen getötet. 

Er hat mutmasslich am 22. März 2021 im US-Bundesstaat Colorado zehn Menschen getötet.

AFP
Schauplatz der Bluttat war ein Supermarkt, der zu einem Einkaufskomplex mit mehreren Geschäften und Cafés in der Stadt Boulder nordwestlich von Denver gehört.

Schauplatz der Bluttat war ein Supermarkt, der zu einem Einkaufskomplex mit mehreren Geschäften und Cafés in der Stadt Boulder nordwestlich von Denver gehört.

AFP

Darum gehts

  • Am Montag wurden in den USA 10 Menschen bei einer Schiesserei getötet.

  • Der mutmassliche Schütze ist ein 21-Jähriger.

  • Er sei bereits in der Vergangenheit auffällig gewesen.

Der mutmassliche Todesschütze von Boulder im US-Staat Colorado neigte nach Angaben von Ermittlern und Bekannten zu Jähzorn. Der 21-jährige Ahmad A. sei 2018 der Schule verwiesen worden, weil er einen Mitschüler bewusstlos geschlagen habe, hiess es in einer Polizeierklärung. Ein Sportskamerad des Verdächtigen berichtete, dieser habe nach einer Wettkampfniederlage gedroht, alle umzubringen. A. wurde wegen Verdachts auf zehnfachen Mord ins Gefängnis gebracht und sollte am Donnerstag erstmals vor Gericht erscheinen.

Über das Motiv wurde noch nichts bekannt, die Polizei ging zunächst von einem Einzeltäter aus. Der Verdächtige Ahmad A. habe die Tatwaffe, ein halbautomatisches Sturmgewehr mit der Typbezeichnung AR-15, sechs Tage vor dem Angriff gekauft, hiess es im Haftbefehl.

Unter den Todesopfern war ein Polizist, der als erster Beamter am Tatort eintraf. US-Präsident Joe Biden würdigte den 51-jährigen Polizisten als «Definition eines amerikanischen Helden». Die neun anderen Opfer waren laut Polizei zwischen 20 und 65 Jahren alt. Ein Opfer wurde erschossen in einem Auto gefunden, neben dem der Tatverdächtige seinen Wagen parkte, der seinem Bruder gehört. Ein älterer Mann wurde auf dem Weg von da in den Supermarkt von mehreren Kugeln tödlich getroffen. In dem Markt kam es am Montagnachmittag zu einem Feuergefecht mit der Polizei, bei dem der Tatverdächtige verletzt wurde.

«A. verliert im Zorn Kontrolle über sich»

Familienangehörige des Verdächtigen sagten nach Angaben der Polizei, der 21-Jährige habe psychische Probleme. Er habe manchmal gesagt, dass er verfolgt oder gejagt werde. Sein Sportskamerad sagte, im Zorn verliere A. die Kontrolle über sich. «Das ist nicht mehr er selbst. An diesem Punkt ist er nicht mehr aufzuhalten», sagte er. Bevor A. seinen Mitschüler zusammenschlug, soll er diesem vorgeworfen haben, ihn rassistisch beleidigt zu haben.

Das Ermittlungsdetail, dass wieder ein quasi militärisches Sturmgewehr benutzt wurde, liess die Diskussion über strengere Schusswaffengesetze wieder aufflammen. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, sagte, die Zeit des Nichtstuns sei vorüber, «genug ist genug». Bidens Vorgänger Donald Trump hatte vehement Vorstösse für restriktivere Waffengesetze blockiert. «Die Waffenlobby und so viele andere haben in der Vergangenheit die Möglichkeit gestoppt, bedeutungsvolle Reformen zu machen, aber das ist keine Ausrede. Ich denke, das amerikanische Volk ist der Ausreden müde.»

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirche

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

(DPA/lub)

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