«SonntagsZeitung»: Image der Schweiz gesunken - trotz Euro 08
Aktualisiert

«SonntagsZeitung»Image der Schweiz gesunken - trotz Euro 08

Die Schweiz hat von der Euro 2008 nicht einmal imagemässig profitiert – im Gegenteil: Im sogenannten Nation Brands Index hat die Schweiz nach der Euro im eigenen Land im Vergleich zum Vorjahr drei Ränge eingebüsst und liegt nun neu auf Rang 8.

Der britische Experte und Regierungsberater Simon Anholt hatte für den Index in der dritten Juliwoche 20 157 Erwachsene in 20 Ländern befragt. Seine Ergebnisse widerlegen die Hoffnung von 92 Prozent der Schweizer Bevölkerung, die laut einer Studie des Bundesamts für Sport (Baspo) durch die Euro 08 eine «positive Darstellung der Schweiz im Ausland» sehen, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. Das entpuppt sich nun als reines Wunschdenken. «Im Ausland hatte die Euro 08 keinen Einfluss auf das Ansehen der Schweiz», sagt Anholt, der in der Schweiz mit der staatlichen PR-Agentur Präsenz Schweiz zusammenarbeitet und jährlich den Image-Index für die Schweiz erfasst. Obwohl für den Monat September angekündigt, fehlen die aktuellen Resultate auf der Website Präsenz Schweiz.

Nicht nur in Imagefragen brachte die Euro 08 ungeplante Rückschläge: Die Budgetabweichungen werden zunehmend grösser. Inzwischen liegen sie bei über 20 Millionen Franken. Die Mehrkosten und Defizite reissen Löcher in die Kassen von öffentlicher Hand und Privaten. Im Kanton Genf beispielsweise betragen die Mehrkosten heute schon 4,4 Millionen Franken. Der Fleischverarbeiter Bell machte fünf Millionen ­Franken Defizit.

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