Basel: Imam verlässt nach Hetze-Vorwürfen die Schweiz
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BaselImam verlässt nach Hetze-Vorwürfen die Schweiz

Mit seinen Aussagen sorgte der Basler Imam Ardian Elezi in den letzten Monaten für Aufsehen. Nun verlässt er die Schweiz. Wohin, ist unklar.

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Der umstrittene Basler Imam Ardian Elezi verlässt die Schweiz.

Der umstrittene Basler Imam Ardian Elezi verlässt die Schweiz.

Screenshot/Facebook
Elezi predigt auch auf Youtube.

Elezi predigt auch auf Youtube.

Screenshot/Youtube
In einem Video bezeichnet er den Mord an den Basler Jungen Ilias (7) als «tragischen Akt», «Verbrechen» und «Terrorismus» (ab Minute 0.55) durch eine 75-jährige Frau.

In einem Video bezeichnet er den Mord an den Basler Jungen Ilias (7) als «tragischen Akt», «Verbrechen» und «Terrorismus» (ab Minute 0.55) durch eine 75-jährige Frau.

Screenshot/Youtube

Der Basler Imam Ardian Elezi soll gemäss Medienberichten etwa gegen Juden sowie Homosexuelle gehetzt und den Tod des siebenjährigen Ilias instrumentalisiert haben. Nun verlässt er die Schweiz, wie die «Schweiz am Wochenende» schreibt. «Unseren Informationen zufolge hat Ardian Elezi an der letzten Generalversammlung seiner Moschee der Gemeinde mitgeteilt, dass er von seinem Amt als Imam zurücktrete und das Land verlasse», sagt Stadtentwickler Lukas Ott gegenüber der Zeitung.

Die Aussagen von Elezi sorgten in den letzten Monaten für Schlagzeilen. In einer Videopredigt bezeichnete er gemäss «Tages-Anzeiger» Homosexuelle als «Krebsgeschwür gegen die Moral». Weiter soll er Muslimen geraten haben, im Sommer zu Hause zu bleiben, damit sie wegen der «vielen halbnackten Frauen» nicht in Versuchung geraten. Auch soll er Juden pauschal als «hartherzig» verunglimpft haben.

Vermutungen zu Wegzug

Des Weiteren soll er gemäss der «Schweiz am Wochenende» den Mord am siebenjährigen Ilias in Basel durch eine mutmasslich verwirrte 76-jährige Frau als «Terrorakt» bezeichnet haben. Nach dieser Aussage musste Elezi beim Präsidialdepartement antraben. «Es fand ein Gespräch statt zwischen Ardian Elezi, dem Religionsbeauftragten David Atwood und mir», sagt Ott zur Zeitung. «Es ging darum, Elezi die Grenzen des Tolerierbaren in der Schweiz aufzuzeigen.»

Wohin Elezi nun zieht, ist unklar. Laut Ott gibt es aus der Gemeinde unterschiedliche Vermutungen. Elezi selbst habe sich nicht klar dazu geäussert. «Die einen sagen, Elezi sei nach Russland ausgewandert. Andere behaupten, er absolviere ein Masterstudium in Jordanien.»

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