St. Gallen: Imker kämpfen mit GPS gegen Bienendiebe
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St. GallenImker kämpfen mit GPS gegen Bienendiebe

Bienenvölker werden immer häufiger zu Diebesgut. Unter Verdacht stehen andere Imker. Nun setzen sich Toggenburger Imker mit High-Tech-Mitteln zur Wehr.

von
tob
Der Ostschweizer Berufsimker Jakob Künzle setzt High-Tech zum Schutz seiner Bienen ein: Die Behausungen seiner 300 Bienenvölker sind mit GPS-Sender und Kameras gesichert.

Der Ostschweizer Berufsimker Jakob Künzle setzt High-Tech zum Schutz seiner Bienen ein: Die Behausungen seiner 300 Bienenvölker sind mit GPS-Sender und Kameras gesichert.

Der Berufsimker Jakob Künzle hat seine 300 Völker im Toggenburg speziell gesichert: «In all meinen Bienenkästen befinden sich GPS-Sender», sagt Künzle. Würden diese nur um 50 Zentimeter verschoben, werde sofort Alarm ausgelöst. Zudem habe er mehrere sogenannten Wildfallen-Kameras mit Bewegungssensoren aufgestellt: «Macht sich jemand an den Völkern zu schaffen, bekomme ich davon ein Bild auf mein Handy übermittelt.»

Der Grund für die Vorsichtsmassnahmen: Schweizer Bienen sind ein immer rareres Gut. Ein grosses Volk kann pro Jahr bis zu 50 Kilo Honig produzieren – das entspricht einem Ertrag von rund 1200 Franken.

Im Winter sind viele Völker verloren gegangen

Dass ganze Völker einfach geklaut werden, weiss auch Christian Andri, Präsident des Vereins Hinterthurgauer Bienenfreunde: «Einem Vereinsmitglied sind mehrere Königinnen und Jungvölker gestohlen worden», sagt Andri. Die Züchter vermuten, dass andere Imker hinter den Diebstählen stecken.

Der Imker

Jetzt sind sie auf der Hut: «Weil über den Winter viele Völker verloren gegangen sind, ist der Anreiz gewachsen, sich an einem anderen Ort zu bedienen», so Robert Sieber, Vizepräsident des Vereins Deutschschweizerischer und Rätoromanischer Bienenfreunde gegenüber dem Regionaljournal SRF.

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