Pädophilen-Ring: Immer härtere Strafen für Kinderporno-Surfer
Aktualisiert

Pädophilen-RingImmer härtere Strafen für Kinderporno-Surfer

Auf die Mitglieder des Pädophilen-Rings warten harte Strafen: In über der Hälfte der in den vergangenen Jahren aufgeflogenen Fälle erhielten die Täter «Gefängnis, bedingt».

Die Kinderporno-Jäger agieren immer raffinierter: Das internationale koordinierte Vorgehen gegen Kinderpornografie führt zu immer mehr und härteren Urteilen. Das zeigt eine Auswertung, welche das Bundesamt für Statistik im Auftrag der «SonntagsZeitung» für die Jahre 2002 bis 2006 vorgenommen hat.

Doppelt so hohe Bussen

Von insgesamt 1096 Urteilen, die sich mehrheitlich auf Kinderpornografie bezogen, lauteten 620 auf «Gefängnis, bedingt». Weiter verdonnern die Gerichte die Pädophilen zu immer höheren Bussen: Lag die durchschnittliche Busse 2002 bei 900 Franken, stieg der Betrag 2005 auf fast 1500 Franken. Schliesslich hat sich die Zahl der ausgesprochenen Massnahmen vervierfacht. Offensichtlich gibt es immer mehr Täter, deren Rückfallgefahr so hoch ist, dass sie nur mit einer Therapie bekämpft werden kann.

Viele Lehrer und Polizisten aufgeflogen

Als im September 2002 in der landesweiten Aktion «Genesis» die Polizei 1300 Hausdurchsuchungen vornahm, war die Öffentlichkeit schockiert, weil zahlreiche Lehrer und Polizisten den Fahndern ins Netz gingen. Seither melden die Polizeikorps immer wieder Schläge gegen die Kinderporno-Liebhaber.

(am)

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