Aktualisiert 05.05.2015 12:03

Stadt ZürichImmer mehr Autofahrer missachten das Rotlicht

Rund 75'000 Auto- und Töfffahrer in Zürich fuhren letztes Jahr bei Rot über die Kreuzung. Die Zahl der Übertretungen hat um mehr als einen Drittel zugenommen.

Eine Verkehrsampel mit einer separaten Signalisation für Fahrradfahrer, aufgenommen am 12. Februar 2015 in Zürich.

Eine Verkehrsampel mit einer separaten Signalisation für Fahrradfahrer, aufgenommen am 12. Februar 2015 in Zürich.

Die Stadtpolizei erklärt die Zunahme auf rund 75'000 Rotlichtmissachtungen mit der Versetzung von acht stationären Rotlicht- und Geschwindigkeitskontroll-Anlagen an besonders gefahrenträchtige Kreuzungen. Insgesamt büsste die Stadtpolizei 2014 rund 893'000 Lenkerinnen und Lenker. Auf diesem Weg nahm die Stadt damit insgesamt 57,8 Millionen Franken ein. Budgetiert waren 57,4 Millionen.

93,4 Prozent der Übertretungen konnten im Ordnungsbussenverfahren erledigt werden. In 6,6 Prozent der Fälle wurde ein Strafverfahren eröffnet, wie die Stadtpolizei in ihrer Ordnungsbussen-Bilanz vom Dienstag festhält.

Weniger Parkbussen

Die Zahl der Parkbussen nahm gegenüber 2013 um 3 Prozent auf 392'100 ab. Mehr Bussen wurden dagegen im Fliessverkehr ausgestellt, nämlich 498'200 (4 Prozent). In den meisten Fällen (394'700) waren die Verkehrsteilnehmerinnen- und teilnehmer zu schnell unterwegs.

Darüber hinaus wurden rund 3600 sogenannte «übrige Übertretungen» registriert. Dabei handelte es sich grösstenteils (3310) um den Besitz und Konsum von Cannabis bis 10 Gramm. (sda)

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