Immer mehr Gewaltopfer auf Basler Notfallstation
Aktualisiert

Immer mehr Gewaltopfer auf Basler Notfallstation

Laut einer
Studie aus Bern schlagen
Jugendliche immer
brutaler aufeinander ein.
Das bestätigt auch das
Basler Unispital.

Während sechs Jahren wurden im Notfallzentrum des Berner Inselspitals Gewaltverletzungen genau erfasst. Das Ergebnis: Sie haben nicht nur um 60 Prozent zugenommen, sondern werden auch immer schwerer und lebensbedrohlicher.

Die gleiche Entwicklung wird am Basler Universitätsspital beobachtet. «Es werden immer mehr Gewaltopfer in die Notfallstation eingeliefert», sagt Sprecher Andreas Bitterlin. Ein Grossteil davon seien Jugendliche. «Oft spielt Alkohol eine wesentliche Rolle», so Bitterlin. Allein in der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden vier Gewaltopfer aus vier Schlägereien verarztet – drei wegen Platz- und Schnittwunden, einer wegen einer Lendenwirbelverletzung.

Zugenommen hat auch die Anzahl der Berichte, die das Unispital bei Gewaltverletzungen zu Handen der Staatsanwaltschaft verfassen muss: «War dies vor ein paar Jahren nur sporadisch der Fall, müssen wir jetzt bereits mehr als einen Bericht pro Woche verfassen», so Bitterlin. Das Spital erwägt nun, Gewaltopfer künftig statistisch besser zu erfassen.

Sabine Knosala

Deine Meinung