Immer mehr Handy- Verbote an Schulen
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Immer mehr Handy- Verbote an Schulen

In Oltener Schulen ist bald Schluss mit SMS-Schreiben und Telefonieren. Doch nicht nur Handys, auch MP3-Player und die PSP müssen ab den Sportferien ausgeschaltet bleiben.

Schülerinnen und Schüler der acht Oltner Schulhäuser müssen Handys und alle anderen elektronischen Geräte künftig auf dem ganzen Schulhausareal ausgeschaltet haben. Die Einschränkung gilt ab Schulbeginn nach den Sportferien am 19. Februar.

Mit der Massnahme folgt die Oltner Schulleiterkonferenz dem Beispiel anderer Schweizer Gemeinden, etwa der Stadt Chur oder der Berner Vorortsgemeinde Köniz. Betroffen sind rund 1700 Schülerinnen und Schüler der Volksschule, wie Rektor Roland Giger auf Anfrage zu einem Bericht des «Oltner Tagblatts» vom Samstag sagte.

Musikplayer bleiben stumm

In Olten müssen die Schülerinnen und Schüler neben den Mobiltelefonen auch alle anderen elektronischen Geräte wie MP3- Player oder Spielkonsolen auf dem Schulhausareal ausschalten.

Der Gebrauch von Handys und anderen Geräten im Unterricht sei schon heute verboten, sagte Giger. Die bisherige Regelung werde der aktuellen Situation aber nicht mehr gerecht. Auch stummgeschaltete Handys störten die Konzentration im Unterricht.

Das Verbot während den Pausen begründet die Schulleiterkonferenz unter anderem mit ihrer Absicht, der Verbreitung jugendgefährdender und illegaler Bilder, Videos und Spiele zumindest auf dem Schulareal Einhalt zu gebieten.

Handy-Sucht und Schuldenfalle

Mit dem Verbot ziele man aber auch auf andere Bereiche, sagte Giger. Es sei generell fragwürdig, wenn die Kommunikation zwischen den Schülern nur noch per Handy funktioniere. Ein Teil der Jugendlichen zeigten durch die emotionale Bedeutung ihrer Handys als Statussymbole typische Suchtmerkmale. Zudem drohten viele durch die hohen Kosten in eine Schuldenfalle zu geraten.

Wer nach einer Übergangsfrist gegen die neuen Regelungen verstösst, muss das verwendete elektronische Gerät bei der Lehrkraft abgeben. Die Eltern können das Gerät bei der Schulleitung abholen. In dringenden und begründeten Fällen können die Lehrer den Schülern gestatten, ihr Handy eingeschaltet auf sich zu tragen.

Bis zu den Sportferien würden Schüler und Eltern umfassend über die Massnahmen und die Beweggründe der Schulleiterkonferenz informiert, sagte Giger. (sda)

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