Aktualisiert 11.11.2004 22:24

Immer mehr IV-Rentner brauchen Zusatz-Gelder

Alarmierend: Immer mehr AHV/IV-Rentner sind in Zürich auf Zusatzleistungen angewiesen. Allein dieses Jahr berappt die Stadt dafür 178 Millionen Franken.

Um insgesamt 515 auf total 15 482 Fälle ist die Zahl derjenigen AHV/IV-Bezüger angewachsen, die in der Stadt Zürich Zusatzleistungen beziehen. «Bei den insgesamt 5409 IV-Bezügern war der Zuwachs im langjährigen Vergleich sogar überdurchschnittlich», so Ernst Reimann, Direktor des Amts für Zusatzleistungen beim Sozialdepartement. «Darunter befinden sich auch immer mehr jüngere Menschen, die zusätzlich zu einer IV-Rente Leistungen beziehen.»

Diese hätten Mühe, mit den Grundrenten auf ein ausreichendes Einkommen zu kommen. Besonders in Zürich mit seinen hohen Lebenshaltungskosten sei die Lage für diese Leute prekär.

«Diese Entwicklung ist besorgniserregend», sagt Sozialvorsteherin Monika Stocker. Die IV-Bezüger schubladisieren zu wollen, sei aber schwierig: Die Palette reiche von Unfallopfern bei der Arbeit oder in der Freizeit bis hin zu Leuten, die dem Stress am Arbeitsplatz nicht mehr standhielten. Dazu Reimann: «Die veränderten Anforderungen am Arbeitsplatz haben sicher zu mehr IV-

Bezügern geführt.» Zudem sei auch der Anteil der erwerbstätigen Frauen gestiegen, so dass auch deren Invaliditätsrisiko zugenommen habe.

(dzs)

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