Wegen der Krise: Immer mehr Luzerner kaufen in Armen-Läden ein
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Wegen der KriseImmer mehr Luzerner kaufen in Armen-Läden ein

Mehr Umsatz und mehr Kunden: Bei den Luzerner Caritas-Läden ist die Wirtschaftskrise deutlich zu spüren.

von
Markus Fehlmann

«Wir haben in unserem Luzerner Caritas-Markt gegenüber 2008 rund 15 Prozent mehr Umsatz», sagt Urs Odermatt, Sprecher von Caritas Luzern. In diesem Laden erhalten Menschen, die am oder unter dem Existenzminimum leben, mit einem speziellen Ausweis Lebensmittel und Alltagsprodukte bis zu 50 Prozent billiger. Die Artikel stammen aus Falschlieferungen, schadhaften Serien oder Überproduktion.

Wegen der Wirtschaftskrise sind immer mehr Luzerner auf dieses Angebot angewiesen. «Auch nach der Krise wird sich die steigende Tendenz fortsetzen», so Odermatt. Letztes Jahr wurden pro Monat durchschnittlich 6 000 Kundenkontakte gezählt. Zur Haupt-Klientel gehören kinderreiche Familien, Migranten oder Alleinerziehende. «Bei uns kaufen aber auch Studenten und junge Arbeitslose ein», so Odermatt.

Die Nachfrage ist derart gross, dass Caritas letzte Woche in Sursee einen neuen Laden eröffnete. Odermatt: «An den ersten Tagen kamen bis zu 60 Personen.» Bereits würde über weitere Märkte nachgedacht, so zum Beispiel in Hochdorf.

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