Aktualisiert 07.01.2008 21:11

Immer mehr Ostschweizer bei Schuldenberatungen

Die Zahl der Ostschweizer, die sich letztes Jahr wegen ihrer Schulden beraten lassen mussten, hat um rund 50 Prozent zugenommen.

Für den Ostschweizer Schuldenberater Markus Hoby war gestern der erste Arbeitstag des neuen Jahres in seinem St.Galler Büro, und bereits hat er alle Hände voll zu tun. «Ich habe eine Unmenge Arbeit und werde überflutet von Anfragen», sagt Hoby. Dies sei auch das ganze letzte Jahr über so gewesen. «Ich hatte über 50 Prozent mehr Anfragen und dementsprechend mehr Beratungen durchzuführen als noch im Jahr 2006», so Hoby.

Über die Gründe für diesen massiven Anstieg kann der Fachmann nur mutmassen. «Ich schätze, dass die Hemmschwelle, sich beraten zu lassen, gesunken ist», sagt Hoby. Dies, weil das Thema ständig in den Medien präsent gewesen und dadurch enttabuisiert worden sei. So sei auch der Bekanntheitsgrad der Beratungsstellen gestiegen. Beraten lassen sich Leute aller Alters- und Gesellschaftsschichten.

Zwei Drittel Männer stehen dabei einem Drittel Frauen gegenüber. Eine Wende des Trends ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Hoby rechnet mit einer neuerlichen Zunahme der Beratungen in diesem Jahr. Hoby: «Geht es so weiter, muss ich mir überlegen, einen zusätzlichen Mitarbeiter einzustellen.»

feb

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