UNO-Vollversammlung: Immer mehr Staaten sind gegen die Todesstrafe

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UNO-VollversammlungImmer mehr Staaten sind gegen die Todesstrafe

Mit einer Resolution möchte die UNO die Todesstrafe weltweit aufheben. In New York stimmten eine Rekordzahl von Staaten nun für die Abschaffung, die USA, China oder Japan sind allerdings dagegen.

Eine Rekordzahl von Staaten hat im Menschenrechtsausschuss der UNO-Vollversammlung für eine Resolution gestimmt, die die weltweite Abschaffung der Todesstrafe zum Ziel hat. Der Text wurde am Montagabend in New York mit 110 zu 39 Stimmen angenommen, wie die UNO mitteilte.

36 UNO-Vertreter enthielten sich. Damit stehen die Chancen gut, dass die Resolution auch im Plenum eine Mehrheit findet. Die Beschlüsse der UNO-Vollversammlung sind zwar nicht bindend, haben aber moralisches Gewicht.

USA, China und Japan pro Todesstrafe

Unter den Staaten, die gegen die Abschaffung der Todesstrafe stimmten, waren die USA, Japan, China, der Iran, Indien, Nordkorea und Syrien. Bei dem Votum über den Text hatten 2010 insgesamt 107 Länder für die Abschaffung der Todesstrafe plädiert. Über den Text wird alle zwei Jahre abgestimmt.

(sda)

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