Rekordniederschläge: Immer mehr Tote im Süden der USA
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RekordniederschlägeImmer mehr Tote im Süden der USA

Nach Unwettern in mehreren US-Südstaaten ist die Zahl der Todesopfer auf 29 gestiegen. Rettungskräfte befürchten, dass die Zahl weiter steigen könnte.

In der Countrymusic-Metropole Nashville standen im historischen Stadtzentrum mehrere Touristenattraktionen unter Wasser, etwa die Country Music Hall of Fame und das Grand Ole Opry House. Die Aufnahmestudios in der Music Row waren nicht unmittelbar gefährdet. Zehn Menschen verloren in Nashville ihr Leben, im gesamten Bundesstaat Tennessee waren es 18.

(Video: APTNVideo)

Am Wochenende hatten Stürme der Region mehr als 30 Zentimeter Regen gebracht, der Cumberland River trat über seine Ufer. Mit einem Rückgang des Hochwassers rechneten Meteorologen erst für Mittwoch. Einsatzkräfte brachten Menschen aus Wohnhäusern und Hotels in Sicherheit. Gouverneur Phil Bredesen erklärte 52 der 93 Bezirke des Staats zum Katastrophengebiet. In Nashville waren zwei der drei Kläranlagen überschwemmt, die dritte war ebenfalls von Hochwasser bedroht. Bürgermeister Karl Dean rief die Bewohner zum Wassersparen auf. Von den Unwettern betroffen waren auch die Staaten Mississippi und Kentucky. Der Schaden wird wird auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt.

Der Gouverneur von Kentucky, Steve Beshear, rief am Montag (Ortszeit) den Notstand für seinen Bundesstaat aus, nachdem dort vier Menschen starben.

In Mississippi, wo vor neun Tagen bereits zehn Menschen in schweren Unwettern ums Leben gekommen waren, wurden mindestens fünf Menschen getötet und fünf weitere verletzt. Wie eine Sprecherin des Katastrophenschutzes sagte, wurden erneut zahlreiche Häuser durch heftigen Regen und Tornados verwüstet. Das Rote Kreuz und die Heilsarmee brachten dutzende Menschen vor den Fluten in Sicherheit. (dapd)

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