Immer noch Kämpfe in Roter Moschee

Aktualisiert

Immer noch Kämpfe in Roter Moschee

Einen Tag nach der Erstürmung der Roten Moschee in Islamabad haben immer noch Explosionen und Schüsse das Gelände um das sunnitische Gotteshaus erschüttert.

Pakistanische Spezialeinheiten waren am Mittwochmorgen darum bemüht, den letzten Widerstand zu ersticken. Die noch in dem Gebäudekomplex verschanzten Islamisten hielten weiterhin Frauen und Kinder sowie junge Männer als Geiseln fest. Verwandte warteten verzweifelt auf deren Befreiung.

Bei der Erstürmung der Moschee durch die Streitkräfte am Dienstag wurden nach amtlichen Angaben acht Soldaten und mehr als 50 Aufständische getötet, darunter auch der radikale Kleriker Abdul Rashid Ghazi. Er galt an Anführer der Bewegung, die in Pakistan ein islamistisches System nach dem Vorbild der gestürzten Taliban in Afghanistan errichten will. Sein Leichnam wurde nach Angaben des Innenministeriums im Kellergeschoss der Koranschule für Frauen gefunden. Ghazi hatte sich bis zuletzt geweigert aufzugeben.

Den Unruhen, die mit Strassenschlachten vor der Moschee am 3. Juli begannen und zur Belagerung seitens der Streitkräfte führten, sind insgesamt mehr als 80 Menschen zum Opfer gefallen. Die Rote Moschee gilt als Hochburg des Widerstands gegen den USA-freundlichen Kurs des pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf. (dapd)

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