Aktualisiert 30.11.2011 16:17

Doping-Untersuchung

Immer noch kein Urteil im «Fall Ullrich»

Im Doping-Verfahren gegen Ex-Radprofi Jan Ullrich ist der endgültige Entscheid eines weiteres Mal verschoben worden. Damit wird auch das mögliche Doping-Geständis des Deutschen nicht so bald folgen.

von
pre

Eigentlich wollte Ex-Radprofi Jan Ullrich mit seiner Vergangenheit definitiv abschliessen. Für Mittwoch war das Urteil im letzten Prozess gegen den Deutschen um seine Verwicklung in die Doping-Affäre Fuentes erwartet worden. Doch der Internationale Sportgerichtshof CAS hat den Entscheid zum dritten Mal hinausgeschoben.

Sowohl Antidoping Schweiz als auch der Radsport-Weltverband UCI hatten vor dem CAS gegen die Einstellung des Verfahrens gegen Ullrich durch Swiss Olympic Einspruch eingelegt. Für den Einspruch von Antidoping Schweiz erklärte sich der in Lausanne ansässige CAS für nicht zuständig.

Diese Entscheidung betrifft jedoch nicht den Einspruch der UCI. «Der CAS habe seine Zuständigkeit für diesen Fall bereits offiziell anerkannt und wird seine finale Entscheidung in etwa sechs Wochen bekannt geben», hiess es in der Pressemitteilung. Die Entscheidung sollte ursprünglich im September gefällt werden, war jedoch seitdem bereits zweimal verschoben worden.

Wohl (noch) kein Doping-Geständnis

Mit der erneuten Verzögerung wird wohl auch das mögliche Doping-Geständnis des Tour-de-France-Siegers von 1997 nicht stattfinden. Der Manager Jan Ullrich hatte ankündigt, dass der Deutsche nach der Beendigung des Verfahrens einen Schlussstrich unter seine Vergangenheit ziehen und fünf Jahre nach seinem Rücktritt reinen Tisch machen will. Ein Geständnis würde allerdings niemanden mehr vom Hocker hauen. Von Rolf Aldag bis Erich Zabel - viele seine früheren Teamkollegen haben ihre Dopingvergehen längst zugegeben.

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