Immer wenige Asylgesuche in Industrieländern
Aktualisiert

Immer wenige Asylgesuche in Industrieländern

Die Zahl der Asylgesuche in den Industrieländern hat in der ersten Jahreshälfte 2006 hat im Vergleich zum zweiten Semester 2005 um 15 Prozent abgenommen.

Während der ersten sechs Monate des laufenden Jahres wurden 134 900 Asylgesuche in Europa, Nordamerika, Australien, Neuseeland und Japan eingereicht. In Europa gab es 97 000 Gesuche; der Rückgang ist hier mit minus 21 Prozent noch ausgeprägter.

Auch «für das Gesamtjahr sind tiefere Zahlen zu erwarten», erklärte UNHCR-Sprecher Ron Redmond am Dienstag. 2005 fielen die Asylgesuche auf den tiefsten Stand seit 1987.

Das UNO-Flüchtlingshilfswerk erklärt den Rückgang mit einer restriktiveren Asylpolitik in den Industriestaaten sowie mit besseren Bedingungen in einigen der Herkunftsländer.

Am meisten Asylgesuche nahmen die USA entgegen (25 500) vor Frankreich (16 400), Grossbritannien (13 900), Deutschland (10 600) und Kanada (10 100). Die Schweiz rangiert hinter den Niederlanden, Schweden, Österreich und Belgien auf dem zehnten Platz (4775 Gesuche).

Die wichtigsten Herkunftsländer von Asylbewerbern waren China (8800), Irak (8500), Serbien (8000), Russland (6900) und die Türkei (4600). Die Asylgesuche aus Irak haben seit Ende 2005 um einen Viertel zugenommen.

(sda)

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