Immer weniger Schweizer sind Chefs
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Immer weniger Schweizer sind Chefs

Die grosse Mehrheit der Schweizer Firmen befindet sich unter der Leitung von Schweizern. Der Anteil ausländischer Firmenchefs nimmt aber laut einer Studie zu.

Von den 114 in die Studie mit einbezogenen Unternehmen werden 80 von einem Schweizer Konzernchef geleitet, wie das Beratungsunternehmen Guido Schilling & Partner in einer Studie festhält. Das entspricht einem Anteil von 70 Prozent. 34 Unternehmen oder 30 Prozent werden von ausländischen Führungskräften geführt, wie es in der am Montag publizierten Studie heisst.

Bei den Unternehmen, die im Börsenbarometer SMI vertreten sind, erhöhe sich der Anteil der ausländischen Chefs auf 50 Prozent, heisst es. Damit stehe jedem zweiten SMI-Unternehmen ein Nicht- Schweizer vor.

Die Studie untersuchte zudem die Zusammensetzung der Geschäftsleitungen der grössten Unternehmen bezüglich der Nationalität. Von den insgesamt 831 Geschäftsleitungsmitgliedern seien 343 Ausländer, heisst es. Das enstpricht einem Wert von 40 Prozent.

Immer internationaler

Bei den SMI-Unternehmen seien von den 228 Geschäftsleitungsmitgliedern 131 oder 58 Prozent ausländischer Herkunft, heisst es weiter.

Die Geschäftsleitungen der grössten Schweizer Unternehmen würden immer internationaler, heisst es. Immer mehr Unternehmen erzielten in ihrem Schweizer Heimmarkt nur noch einen geringen Anteil ihrer gesamten Wertschöpfung, so dass sie sich nicht mehr verpflichtet fühlten, einen Schweizer an die Spitze zu stellen, wird Guido Schilling in der Mitteilung zitiert.

Das typische Geschäftsleitungsmitglied eines grossen Schweizer Unternehmens sei männlich, 51 Jahre alt und verfüge mindestens über einen Hochschulabschluss. Er ist seit rund fünf Jahren in der Geschäftsleitung und in der Regel vor seiner Berufung an die Führungsspitze schon viele Jahre im Unternehmen tätig. (sda)

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