Aktualisiert 23.02.2013 21:36

Umfrage zeigt

Immerhin Sex lockt sie von der Konsole weg

Die Zocker-Gemeinde unter den 20-Minuten-Online-Lesern ist gross. Zwei Drittel von ihnen haben mindestens zwei Konsolen zu Hause. Welches Gegenmittel hilft?

von
Viktoria Weber

Die Ankündigung der neuen PlayStation 4 löste auf 20 Minuten Online eine Welle von Kommentaren aus – die Zockergemeinde steht Kopf. Grund genug sich zu erkundigen, wie es um das Game-Verhalten der Leser steht. Allein die Teilnahmequote zeigt: Unter den Usern findet sich eine relativ grosse Zocker-Gemeinde. Innerhalb von weniger als 24 Stunden haben über 10'000 Personen an der Umfrage teilgenommen.

Die Mehrheit von ihnen greift regelmässig zum Controller, entweder mehrmals pro Woche oder gar täglich (siehe Grafik oben). Und wer den Controller einmal zur Hand genommen hat, der legt ihn entweder für die nächste Stunde nicht weg (rund 40 Prozent) oder zockt gleich mehrere Stunden am Stück (rund 60 Prozent). Ganze Tage oder Nächte gehen bei den wenigsten fürs Gamen drauf.

Jeder Zehnte hat über fünf Konsolen

Wer zocken will, braucht dafür nicht unbedingt eine Konsole – ein PC reicht völlig aus. Doch den gamebegeisterten Lesern von 20 Minuten Online genügt das nicht. Lediglich jeder Zehnte zockt ausschliesslich auf dem Computer. Alle anderen haben mindestens eine Konsole zu Hause – Tendenz steigend: Ein Viertel besitzt zwei Konsolen, ein weiteres Fünftel drei und jeder Zehnte hat gar mehr als fünf solcher Apparate in der Wohnung stehen. Gezockt wird allerdings in den meisten Fällen nur auf einem Exemplar, laut Aussage von rund 65 Prozent der Befragten.

Auf der Liste der am häufigsten vertretenen Konsolen landen gleich zwei Produkte von Sony auf den oberen Plätzen. Denn auf die Frage «Welche Konsole(n) besitzen Sie?» antworteten 40 Prozent «PS2» und 74 Prozent «PS3». Auf Rang drei landet die Wii (33 Prozent), dicht gefolgt von der Xbox 360 (31 Prozent). Und auch bei der Frage nach dem beliebtesten Produkt, landet die PS3 mit 50 Prozent der Befragten ganz vorne.

Das Hobby lässt man sich was kosten

Ein Sechstel der Gamer kann es jetzt schon kaum erwarten, die neue PlayStation 4, die Ende 2013 erwartet wird, in den Händen zu halten. Weitere 50 Prozent zeigen sich ebenfalls nicht abgeneigt, sind sich aber noch nicht ganz sicher, ob sie sich die neue Konsole auch zulegen werden. Lediglich ein Fünftel zeigt sich völlig unberührt und antwortete entweder «Das ist mir völlig egal» oder «Ich bin kein PlayStation-Fan, ich warte auf die neue Xbox».

Und auch bei den Spielen wird nicht gespart. Ein gutes Viertel der Befragten besitzt mehr als 30 Spiele. Jeder Zweite lässt die Sammlung ein paar Mal im Jahr um ein weiteres Spiel wachsen, ein knappes Viertel tut dies sogar jeden Monat oder alle zwei Monate. Den illegalen und damit kostenlosen Weg gehen die wenigsten: Gerade mal zwei Prozent der Befragten gaben an, keine Spiele zu kaufen, sondern diese im Internet runterzuladen.

Probleme in einer Beziehung gab es wegen der Zockerei bisher nur selten. Knapp die Hälfte findet: «Das wäre ja noch schöner, mein Partner/meine Partnerin geht vor!» Jeder Zehnte profitiert von dem Glück, dass der Partner einfach mitzockt; Bei einem Fünftel gab es deswegen zwar schon mal eine Diskussion, aber das Problem konnte schnell aus der Welt geschafft werden. Doch nicht alle Beziehungen vertragen die Zockerei so gut: Bei immerhin einem Prozent wurde das Gamen tatsächlich schon mal zum Beziehungskiller, bei drei Prozent führte oder führt das Thema heute noch zu etwas massiveren Streitereien mit dem Partner.

Sex oder Gamen?

Wenn Sie einen Zockerfreund oder eine Zockerfreundin haben sollten, können wir Ihnen einen Tipp geben: Mit Sex bekommt man auch den hartnäckigsten Zocker weg von der Kiste – zumindest in den meisten Fällen. 77 Prozent der Befragten ziehen ein Schäferstündchen mit dem Partner oder der Partnerin dem Lieblingsgame klar vor. Weitere 19 Prozent tun es zwar auch – aber erst wenn die aktuelle Session zu Ende gespielt ist. Die restlichen vier Prozent sind voll und ganz der Zockerei verfallen, denn sie finden: «Ich spiele weiter, Sex können wir auch noch in einer Stunde haben.»

Umfragedaten

An der nicht-repräsentativen Umfrage haben insgesamt 10'483 Personen teilgenommen. Wenig überraschend – die Geschlechterverteilung: 92 Prozent der Umfrageteilnehmer waren männlich, lediglich 8 Prozent weiblich. Knapp die Hälfte der Befragten greift mehrmals pro Woche zum Controller, ein weiteres knappes Viertel tut dies sogar jeden Tag.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.