Aktualisiert 05.03.2004 10:33

Immobilien: An teuren Lagen steigen Preise

Die Immobilienpreise im Kanton Zürich ziehen tendenziell wieder an.

Die Preisschere öffnete sich je länger je mehr: An teuren Lagen steigen die Preise, in Randgebieten blieben sie stabil oder sind sogar leicht rückläufig.

Insgesamt wechselten im Jahr 2002 10 953 Grundstücke, Gebäude und Eigentumswohnungen im Wert von knapp zehn Milliarden Franken die Hand, wie einer am Freitag vom Statistischen Amt publizierten Studie zu entnehmen ist. Für den Immobilienmarkt im Kanton Zürich sei 2002 «ein lebhaftes Jahr» gewesen. Mit 1390 Quadratmetern wurde etwas weniger Fläche umgesetzt als im Vorjahr.

Preisschub am Pfannenstiel

Im Durchschnitt am teuersten sind Immobilien in der Region Pfannenstiel. Zwischen 2000 und 2002 gab es in diesem Gebiet nochmals einen eigentlichen Preisschub. Seither könnten die Preise wegen der im Herbst 2003 eingeführten Südanflüge zum Flughafen Kloten wieder gesunken sein. Angaben dazu liegen noch nicht vor.

Grundsätzlich sind die Immobilienpreise in bevorzugten Lagen in zentrumsnahen Gemeinden stetig gestiegen. Wer sich am Pfannenstiel den Traum vom Einfamilienhaus verwirklichen will, muss im Durchschnitt mit 1,1 Millionen Franken rechnen.

Die im Jahr 2002 im Kanton Zürich zum Verkauf gelangten 2721 Einfamilienhäuser kosteten im Durchschnitt je 685 000 Franken. Dabei sind alle Häuser berücksichtigt, vom Reihenhäuschen aus der Zwischenkriegszeit bis zur modernen, grosszügigen Villa mit Umschwung. In den meisten Gegenden konnte man ein Haus für 600 000 bis 800 000 Franken kaufen.

3475 Eigentumswohnungen wechselten im Jahr 2002 zum Durchschnittspreis von 530 000 Franken die Hand. Wenn die eigene Wohnung gross sein soll, gehts rasch ins Geld: Familienwohnungen mit mindestens sechs Zimmern kosteten im Schnitt rund eine Million Franken, in der Stadt Zürich und am Pfannenstiel sogar 1,2 bis 1,3 Millionen Franken.

600 Franken pro Quadratmeter Wohnbauland

Ein Quadratmeter Wohnbauland kostete im Jahr 2002 auf dem freien Markt im Mittel 600 Franken. An guten Lagen an der Goldküste können die Preise für erschlossenes, unbebautes Bauland in der Wohnzone 2000 Franken übersteigen.

In der «obersten Liga» spielten aber gemäss Statistischem Amt auch die Stadt Zürich, das Limmattal, einzelne Gemeinden am linken Seeufer, im Glatttal und am Pfannenstiel mit Landpreisen um die 1000 Franken. Im Weinland konnte Wohnbauland für durchschnittlich 370 Franken erworben werden. Günstig war das Land auch in Teilen des Oberlandes, des Unterlandes und der Umgebung Winterthur.

Grundstücke für kombinierte Wohn- und Geschäftsüberbauungen kosteten im Schnitt für 470 Franken. Reine Industrie- und Gewerbeflächen wurden für durchschnittlich 300 Franken gehandelt. Hier war allerdings die Spanne der bezahlten Quadratmeterpreise ausserordentlich hoch: Bezahlt wurden zwischen 100 und 3000 Franken.

(sda)

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