Aktualisiert 15.05.2014 11:12

Korrektur in Sicht?

Immobilien-Preise könnten bald deutlich fallen

Die Preise für Schweizer Wohneigentum sind in den letzten Jahren förmlich explodiert. Dies könnte sich aber bald ändern.

von
hoy
Für Eigentumswohnungen besteht derzeit eine grosse Nachfrage, was die Preise in die Höhe treibt.

Für Eigentumswohnungen besteht derzeit eine grosse Nachfrage, was die Preise in die Höhe treibt.

Den tiefen Zinsen sei Dank: Der Erwerb von Wohneigentum ist derzeit attraktiver als die Miete. Ungebrochen ist deshalb auch die Nachfrage nach Häusern und Wohnungen. Das hat aber auch seine Schattenseiten: Insbesondere in den Ballungszentren wie Zug, Zürich oder Genf schossen die Preise auf horrende Niveaus.

Damit könnte es aber bald vorbei sein. Gemäss einem Artikel in der NZZ vom Donnerstag stehen die Immobilienpreise in der Schweiz vor dem Sinkflug. Immobilienexperten des Beratungsunternehmens PwC prognostizieren einen Preisrückgang von bis zu 15 Prozent in den nächsten drei Jahren.

Zwei mögliche Szenarien

Die Experten haben dafür zwei Szenarien getestet – beide resultieren in einem Rückgang der Immobilienpreise. Es komme jedoch nicht zu einem Platzen der Blase, sondern zu einem kontinuierlichen Rückgang in den nächsten drei Jahren.

Im Szenario mit gleich bleibenden Zinsen und stabiler Bevölkerungsentwicklung ist mit einem Preisnachlass von rund 10 Prozent zu rechnen. Steigen die Zinsen jedoch und das Bevölkerungswachstum geht zurück, dürften die Preise gar um 15 Prozent sinken. Dies insbesondere, wenn die Abstimmung über die Einwanderungsinitiative zu einer weiteren Verunsicherung führe.

Insgesamt zeige sich der Immobilienmarkt in einer schwachen Verfassung. Würden positive Impulse ausbleiben, wäre eine Korrektur unvermeidlich, so die PwC-Experten.

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