Was ist eigentlich ...?: Immobilientypen und was dahintersteckt
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Was ist eigentlich ...?Immobilientypen und was dahintersteckt

«Duplex», «Maisonette» oder «Attika» – was muss man sich unter den verschiedenen Immobilientypen vorstellen?

von
M. Siegenthaler
Wer eine Wohnung sucht, wird in den Inseraten mit verschiedensten Immobilienbezeichnungen konfrontiert. Aber was ist denn eigentlich so eine Maisonette genau? Und wo im Haus ist die Attikawohnung?

Wer eine Wohnung sucht, wird in den Inseraten mit verschiedensten Immobilienbezeichnungen konfrontiert. Aber was ist denn eigentlich so eine Maisonette genau? Und wo im Haus ist die Attikawohnung?

Keystone/Gaetan Bally
Beginnen wir mit der Attikawohnung: In den USA und vereinzelt auch bei uns wird sie als Penthouse bezeichnet. Gemeint ist die oberste, oft zweistöckige Wohnung in einem Haus. In der Regel ist es eine recht luxuriöse Bleibe, die viel Privatsphäre, eine super Aussicht und nicht zuletzt einen Terrasse bietet, die idealerweise um die ganze Wohnung herumführt.

Beginnen wir mit der Attikawohnung: In den USA und vereinzelt auch bei uns wird sie als Penthouse bezeichnet. Gemeint ist die oberste, oft zweistöckige Wohnung in einem Haus. In der Regel ist es eine recht luxuriöse Bleibe, die viel Privatsphäre, eine super Aussicht und nicht zuletzt einen Terrasse bietet, die idealerweise um die ganze Wohnung herumführt.

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A propos zweistöckig: Maisonette bedeutet «kleines Haus» und bezeichnet ebenfalls eine zweistöckige Wohnung. Ein anderer Name für diese Wohnungsform ist Duplex.

A propos zweistöckig: Maisonette bedeutet «kleines Haus» und bezeichnet ebenfalls eine zweistöckige Wohnung. Ein anderer Name für diese Wohnungsform ist Duplex.

Screenshot Youtube

In Wohnungsinseraten wird gerne mit Fachausdrücken in Sachen Immobilientypus gearbeitet. Das klingt gut und weckt hohe Erwartungen. Was aber steckt wirklich dahinter? Ein kleiner Überblick.

Penthouse

Es ist eine Art Einfamilienhaus auf einem mehrstöckigen Gebäude oder Hochhaus: das Penthouse, das manchmal auch Attikawohnung genannt wird. In der Regel ist es eine recht luxuriöse Bleibe, die viel Privatsphäre bietet, eine super Aussicht und dazu noch einen Terrasse, die idealerweise um die ganze Wohnung herumführt. Wer dann noch von der Tiefgarage direkt in die eigene Wohnung gelangen kann, nimmt von der Nachbarschaft allenfalls deren Gerüche im Lift wahr. Ganz klar, dass eine solche Wohnung auch entsprechend kostet.

Maisonette

Maisonette heisst «kleines Haus», und tatsächlich fühlt man sich in einer solchen Wohnung ein bisschen wie in einem eigenen Haus, obwohl man im Mehrfamilienhaus lebt. Dies liegt daran, dass dieser Wohnungstyp in mindestens zwei Stockwerke unterteilt ist. Man spricht deshalb auch von Duplex. Es lärmt also nicht ein anderer Mieter oder Eigentümer im oberen Stock, sondern die eigene Familie.

Loft

Im Grunde sind Lofts zu Wohnräumen umfunktionierte Lager-, Gewerbe- oder Industrieräume, also beispielsweise stillgelegte Spinnereien, die in Wohnungen umgebaut wurden. In der Regel ist nur gerade das Badezimmer, allenfalls noch das Schlafzimmer abgegrenzt, der Rest ist eine grosse, offene Wohnfläche. Das sieht zwar cool aus, aber die Grundrisse sind nicht alltagstauglich. Im Morgengrauen die Kaffeemaschine anwerfen? Geht gar nicht, denn damit weckt man garantiert den Mitbewohner – der einem im Übrigen den Schlaf geraubt hat, weil er bis morgens um drei Uhr «Mad Max 3» geschaut hat.

Reihenhaus

Der Name ist selbst erklärend: Reihenhäuser, man nennt sie im Volksmund auch «Schnitte», sind direkt aneinandergebaut. Die Nachbarschaft ist also sehr nahe, idealerweise pflegt man mit ihr ein gutes Verhältnis. Reihenhäuser sind platzsparender als allein stehende Einfamilienhäuser und kosten deshalb auch einiges weniger. Und noch ein Vorteil: Meistens haben alle den gleichen Grundriss und so findet man auch beim Nachbarn das WC auf Anhieb, wenn man da auf Besuch ist.

Eigentumswohnung

Wer eine Eigentumswohnung kauft, dem gehört zwar seine Wohneinheit, den Rest des Hauses teilt er aber mit den anderen Eigentümern. Das heisst, er muss sich ebenso wie ein Mieter mit den Nachbarn oder dessen dauerkläffendem Hund herumschlagen und sich an die Hausregeln halten. Frei verfügen über sein Eigentum kann man also nur in den eigenen vier Wänden. Und wenn einem die Nachbarschaft nicht passt, ist ein Wohnungswechsel einiges aufwendiger, als dies bei der Miete der Fall ist.

Einfamilienhaus

Es steht frei inmitten eines mehr oder weniger grossen Gartens und ist der Traum von fast der Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer: das Einfamilienhaus. Für viele wird es ewig ein Traum bleiben, denn gemäss dem Bundesamt für Statistik lebt nur gerade gut ein Drittel der Bevölkerung in den eigenen vier Wänden. Was nicht aber heisst, dass sie ein Haus ihr eigen nennen können.

Villa

Eine Villa war ursprünglich ein repräsentativer Landsitz, meist ein stattliches Haus auf einem grossen Grundstück. Heute wird auch ein gewöhnliches Haus schnell mal als Villa oder als Landhausvilla bezeichnet, nur weil ein bisschen Luxus drinsteckt. Immerhin acht Prozent der Schweizer Bevölkerung würden sich am liebsten eine Villa leisten.

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