Produktionsfehler: Impfstoff-Charge von Johnson & Johnson wegen Mängeln aussortiert
Publiziert

ProduktionsfehlerImpfstoff-Charge von Johnson & Johnson wegen Mängeln aussortiert

Weil ein Bestandteil des Impfstoffes von Johnson & Johnson Qualitätsmängel aufwies, musste der Hersteller eine Charge zurückziehen. Wie viele Dosen betroffen sind, ist nicht bekannt.

1 / 1
Hersteller Johnson & Johnson musste eine unbekannte Menge an Impfstoffdosen zurückziehen.

Hersteller Johnson & Johnson musste eine unbekannte Menge an Impfstoffdosen zurückziehen.

AFP

Darum gehts

  • Der Pharmakonzern Johnson & Johnson musste eine Charge Impfstoff zurückziehen.

  • Grund war ein Qualitätsmangel bei einem Bestandteil, den ein anderes Unternehmen lieferte.

  • J & J hält dennoch an seinen Produktionszielen fest.

Eine Charge des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson kann wegen Qualitätsmängeln nicht genutzt werden. Das teilte der US-Pharmakonzern am Mittwoch (US-Zeit) mit. Wie viele Dosen dadurch verloren gingen, gab er nicht bekannt. Ein vom Unternehmen Emergent Biosolutions hergestellter Bestandteil habe nicht die Qualitätsanforderungen erfüllt, erklärte J&J. Eine Fabrik von Emergent sei noch nicht von der US-Medikamentenbehörde FDA für die Herstellung des Impfstoffbestandteils freigegeben worden.

Johnson & Johnson hatte versprochen, bis Ende März 20 Millionen Dosen seines Impfstoffs an die US-Regierung zu liefern und bis Ende Mai 80 Millionen weitere Dosen. In der Mitteilung zu den Fertigungsproblemen schrieb der Konzern nun, er plane, bis Ende Juni 100 Millionen Dosen zu liefern und strebe weiterhin eine Lieferung bis Ende Mai an. Emergent lehnte einen Kommentar ab.

Elf Millionen neue Dosen bereit

Ein J&J-Sprecher hatte zuvor angegeben, das Unternehmen habe die bis Ende März geplante Menge geliefert. Laut der Internetseite der Gesundheitsbehörde CDC hatte J&J bis Mittwoch dem Impfprogramm der USA etwa 6,8 Millionen Dosen zur Verfügung gestellt. Die Auslieferung mancher darüber hinaus gehender Dosen war möglicherweise noch nicht verzeichnet. Aus dem Gesundheitswesen verlautete, dass zusätzliche elf Millionen Dosen ab Donnerstag für den Transport bereit stünden.

Woher diese elf Millionen Dosen stammen, war zunächst nicht klar. J&J hat fertigen Impfstoff aus seiner Fabrik in den Niederlanden in die USA geliefert.

(AP/trx)

Deine Meinung