Schweizer Pharma-Unternehmen: Impfstoff gegen Ebola vor dem Durchbruch

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Schweizer Pharma-UnternehmenImpfstoff gegen Ebola vor dem Durchbruch

Das Schweizer Bio-Tech-Unternehmen Okairos hat einen Impfstoff gegen das Ebola-Virus entwickelt - noch dieses Jahr soll er in die klinische Testphase gehen.

von
woz

Über 1000 Personen sind bereits an Ebola gestorben. Der Druck auf die Pharmakonzerne wächst - bislang gibt es weder einen Impfstoff noch ein Heilmittel gegen Ebola. Am stärksten investieren die US-Gesundheitsbehörden in die Entwicklung eines Medikaments. Grund: Das Virus könnte bei einem Terroranschlag als biologische Waffe eingesetzt werden.

Jetzt kommt ein vielversprechender Ansatz aus Basel: Das Bio-Tech-Unternehmen Okairos hat einen Impfstoff entwickelt, der noch dieses Jahr in die klinische Testphase geht. «Wir haben mit der Forschung an einem Ebola-Impfstoff begonnen, weil vorausgehende Studien zeigten, dass unser Ansatz effektiver sein könnte als andere», sagt Okairos-Mitgründer Riccardo Cortese zur «Handelszeitung». Dabei sei es um die wissenschaftliche Herausforderung gegangen. «Einen grossen kommerziellen Erfolg haben wir nicht erwartet», so Cortese.

Die Entwicklung des Medikaments eilt

Lediglich 500'000 Euro hat Okairos von 2008 bis 2013 in die Ebola-Forschung gesteckt - ein bescheidener Betrag. Die Summe sei nur ein Bruchteil der Mittel des Konzerns gewesen, sagt Cortese. «Und doch hoffen wir, die Krankheit bekämpfen zu können.»

Jetzt dürfte deutlich mehr Geld fliessen. Die US-Zulassungsbehörde hat den Okairos-Impfstoff auf «Fast Track» gesetzt. Das bedeutet, dass die Entwicklung des Medikaments eilt.

Okairos sei «mit der Entwicklung am weitesten vorangeschritten und näher an der Zulassung als andere», sagte ein Sprecher des britischen Mutterkonzerns GlaxoSmithKline zum «Wall Street Journal».

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