16.09.2020 11:57

US-FirmaImpfstoff-Hoffnungsträger Moderna kommt in die Schweiz

Die US-Firma hat einen Liefervertrag mit dem Bund und einen Produktionsvertrag mit Lonza, jetzt lässt sich die Firma auch in der Schweiz nieder.

von
Raphael Knecht
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Moderna hat neu eine Europazentrale in Basel.

Moderna hat neu eine Europazentrale in Basel.

KEYSTONE
Dan Staner wird Geschäftsführer Schweiz.

Dan Staner wird Geschäftsführer Schweiz.

Die Meldung, dass die Schweiz bei der US-Biotechfirma einen Reservationsvertrag für einen Impfstoff gegen Covid-19 abgeschlossen hat, kam nicht bei allen gut an. 

Die Meldung, dass die Schweiz bei der US-Biotechfirma einen Reservationsvertrag für einen Impfstoff gegen Covid-19 abgeschlossen hat, kam nicht bei allen gut an.

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Darum gehts

  • Moderna eröffnet in Basel einen Europa-Hauptsitz.
  • Das Unternehmen arbeitet an einem Coronavirus-Impfstoff.
  • Der Bund hat bereits 4,5 Millionen Dosen reserviert.
  • Die US-Firma arbeitet für die Produktion mit Lonza zusammen.

Erst kürzlich schloss das US-Unternehmen Moderna mit der Schweizer Regierung eine Beschaffungsvereinbarung für einen künftigen Coronavirus-Impfstoff ab. Nun teilt die Biotech-Firma mit, dass sie in der Schweiz ihre erste Handelsniederlassung ausserhalb Nordamerikas plant. Dieser europäische Hauptsitz befindet sich in Basel. Geschäftsführer Schweiz wird Dan Staner. Er war zuvor lange Zeit beim US-Pharmaunternehmen Eli Lilly tätig.

Bereits im Mai kündigte das Unternehmen mit dem Schweizer Pharmariesen Lonza eine Zusammenarbeit an. Dabei geht es um die Herstellung von mRNA-1273, einem Impfstoffkandidat gegen das Coronavirus. Dass sich der Bund 4,5 Millionen Dosen dieses Produkts beschaffen will, stiess allerdings auch auf Kritik (s. Bildstrecke).

Die drei Phasen der Impfstoffentwicklung

Bevor ein Impfstoff zugelassen wird, durchläuft er – nach ersten Prüfungen im Labor und an Tiermodellen – drei klinische Testphasen:

In Phase I erhält eine kleine Anzahl gesunder Freiwilliger das Mittel. An ihnen wird untersucht, ob das Immunsystem reagiert und welche Nebenwirkungen auftreten. Auch Dosierungen können getestet werden.

In Phase II werden Impfungen auch an vorerkrankten Menschen erprobt. Zudem wird geprüft, ob das Medikament die Krankheit sicher verhindern kann. Mitunter werden Phase I und II kombiniert, um Zeit zu sparen.

Ob ein Mittel tatsächlich zugelassen wird, darüber bestimmt das Ergebnis aus den Phase-III-Studien. In diesen bekommen Zehntausende Freiwillige den Impfstoff verabreicht, um seine Wirkung und Sicherheit zu bestätigen.

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233 Kommentare
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Miss Realist

17.09.2020, 15:29

Falls ihr die Mitarbeitenden im Gesundheitswesen einem Impfzwang unterziehen möchtet dann wünsche ich Euch allen viel Spass. Diese werden das nicht zulassen und das gesundheitssystem wird zzsammen brechen.

Paul

17.09.2020, 08:54

Super die Herstellung kommt so billiger, grosse Steuervorteile sind sicher ausgehandelt. Der Saat wir Millionen bezahlen für den Impfstoff, die Krankenkasse werden die Impfung bezahlen. Die Firma spart Steuern, bekommt Millionen vom Staat und von der KK. Das bezahlt letzendes der Steuerzahler. Ein besseren Deal kann die Firma nicht machen

blume

17.09.2020, 08:03

noch gibt noch keinen impfstoff und wenn, warum gibt es so viele 2.- infektinen .... und warum hat noch kein impfstoff krankheiten wirklich ausgerottet