Aktualisiert 23.01.2020 19:41

Verbote EinfuhrImport von Waffen vor der Fasnacht steigt massiv an

Wer im Ausland vor der Fasnacht ohne Bewilligung imitierte Waffen bestellt, kann in Teufels Küche kommen. Es könnte gar drei Jahre hinter Gittern bedeuten.

von
Daniela Gigor
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Am 20. Februar 2020 wird die Fritschi Familie wieder die Luzerner Fasnacht eröffnen. Aber Achtung: Man darf nicht einfach so Waffen auf sich tragen, auch wenn man etwa als Cowboy verkleidet ist.

Am 20. Februar 2020 wird die Fritschi Familie wieder die Luzerner Fasnacht eröffnen. Aber Achtung: Man darf nicht einfach so Waffen auf sich tragen, auch wenn man etwa als Cowboy verkleidet ist.

Keystone/Urs Flüeler/Symbolbild
Hier ein paar Beispiele von Waffen, die man mitführen darf: Diese transparenten Spielzeugrevolver sind an der Fasnacht erlaubt.

Hier ein paar Beispiele von Waffen, die man mitführen darf: Diese transparenten Spielzeugrevolver sind an der Fasnacht erlaubt.

Luzerner Polizei
Erlaubt sind auch diese Spielzeugpistolen, weil sie transparent sind.

Erlaubt sind auch diese Spielzeugpistolen, weil sie transparent sind.

Luzerner Polizei

Regelmässig werden in der Zeit vor der Fasnacht Imitations- Schreckschuss- oder Softairwaffen auf Onlineportalen aus dem Ausland bestellt und per Post eingeführt. Nun warnen die Strafverfolgungsbehörden vor den Folgen, die vielen Personen gar nicht bewusst seien.

Wer Waffen, Bestandteile von Waffen, Munition oder Munitionsteile in die Schweiz einführen will, benötigt eine Bewilligung des Bundesamts für Polizei, des Fedpol. Wie die Polizei mitteilt, gelten gemäss Waffengesetz auch Softair-, Schreckschuss- und Imitationswaffen als Waffen.

Es droht ein Eintrag ins Strafregister

Dennoch würden jedes Jahr illegal Waffen importiert, sagt Urs Wigger, Sprecher der Luzerner Polizei: «Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 sind die illegalen Einfuhren im ersten Halbjahr 2019 massiv angestiegen.» Dies sei wohl auch auf die Fasnachtszeit zurückzuführen.

Wenn auf dem Weg zum Empfänger solche illegale Waffen beim Zoll gefunden werden, eröffnet die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung, wie die Luzerner Polizei am Donnerstag mitteilte. Wigger sagt: «Kommt es zu einer Verurteilung, droht eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe. Hinzu kommen Untersuchungskosten von mehreren Hundert Franken.» Zusätzlich könne es auch noch zu einem Eintrag ins Strafregister kommen.

Nur erkennbare oder transparente Spielzeuge erlaubt

An der Fasnacht werde ausserdem regelmässig festgestellt, dass Fasnächtler mit solchen Waffen unterwegs seien. Auch hier ist laut Polizei Vorsicht geboten: Erlaubt seien nur Gegenstände, die auf den ersten Blick als Spielzeugwaffen erkennbar oder transparent sind. Verboten sind übrigens auch antike Waffen.

Die Luzerner Polizei will während der Fasnacht zwar keine spezifischen Waffenkontrollen durchführen. Weil sie in dieser Zeit ihre Präsenz ohnehin verstärkt, könnten den Polizisten aber bewaffnete Cowboys, Jäger oder andere maskierten Waffenträger ins Auge stechen. Würden Polizisten strafbare Handlungen feststellen, müssten die Fasnächtler mit einer Anzeige an die Staatsanwaltschaft rechnen und die rechtlichen Folgen tragen.

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