Mario Eggimann: In 33 Minuten aus dem Team gespielt
Aktualisiert

Mario EggimannIn 33 Minuten aus dem Team gespielt

Mario Eggimann (28) spielt in Hannover keine gute Saison. In der Vorrunde stand er nur in fünf von 17 Spielen in der Startformation. Nun schien der Verteidiger auf dem Weg zum Stammspieler - bis er gegen Stuttgart bereits nach 33 Minuten ausgewechselt wurde.

Schon vor der Pause aus dem Spiel genommen zu werden, ist für einen Fussballer die Höchststrafe. Wenn es einen Verteidiger nach knapp einer halben Stunde beim Stand von 0:2 trifft, dann ist das ein besonders schlechtes Zeichen. Und schlecht war an diesem Samstag Eggimanns Leistung tatsächlich gewesen.

Der Schweizer sei aus einer zu Beginn konfusen Abwehr noch negativ herausgeragt, und nach Stellungsfehlern, verlorenen Zweikämpfen und deutlich sichtbaren Schnelligkeitsdefiziten habe Trainer Dieter Hecking mit dem Wechsel reagieren müssen, schrieb am Montag die deutsche Fachzeitung «Kicker».

Fehlendes Selbstvertrauen

«Mario hat derzeit leider nicht die Verfassung und das Selbstvertrauen. Wir mussten früh handeln, um unserem Spiel die nötige Stabilität zu geben», wollte auch Hecking selbst hinterher nichts beschönigen. Nach dem Auftritt gegen Wolfsburg sank Eggimanns Notendurchschnitt im «Kicker» bei einer Skala von 1 (höchste Note) bis 6 auf 4,67.

In den nächsten Wochen droht Eggimann in Hannover wieder die Ersatzbank. Ein Ort, wo er sich schon im Herbst mehrmals aufhalten musste, obwohl er vor der Saison für 1,5 Millionen Euro und mit der Referenz des angesehenen Teamcaptains aus Karlsruhe nach Niedersachsen gewechselt hatte. Trainer Hecking scheint nun nämlich von den Verteidigerqualitäten von Chrsitian Schulz, eigentlich ein defensiver Mittelfeldspieler, überzeugt zu sein. «Er bleibt vorläufig in der Abwehr», sagte Hannovers Präsident Martin Kind gegenüber dem «Kicker».

Eggimann gibt sich kampfeslustig

Über die Zukunft von Eggimann müsse man dagegen nachdenken, so Kind. Noch hat der Schweizer beim Bundesligisten einen Vertrag bis 2013. An einen (vorzeitigen) Abschied denkt Eggimann nicht: «Für mich gibt es nur eine Konsequenz. Ich muss jetzt noch härter arbeiten. Im Sport gibt es immer Sonne und Schatten. Ich werde aus dem Schatten herauskommen», sagte er dem «Kicker». (si)

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